Tiere, sie sich fotografieren lassen
31. Juli 2005 - 23:09 Uhr

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Mezzo

Über Nacht eine Familie gegründet.
Im Laufe des Abends erschlagene Motten und Fliegen liegen herum. Ein zärtliches Massaker. Seizesoizantequatre und Leffe, 14 winzige Fläschchen zeugen von einem langen schönen Abend. Jetzt weine ich betrunkene Abschiedstränen. Alors, die Pyrenäen rufen. Was rufen sie?
Ach, egal, Klappe zu (Notebook) und ins Kissen drehen (ich).
Einer der Brüder Not ruft uns herein, wir sollten uns erstmal l’Atelier anschauen, s-il-vous-plaît. Dort sitzt ein nackter Mann in Lederschürze vor einem Klumpen Lehm. Der Lehm stammt aus dem tiefen Loch hinter dem Haus, mit einem kleinen Bagger und einer Schubkarre wird der Lehm in die Werkstatt gebracht. Der jüngere Bruder Not stößt mit dem Fuß das Antriebsrad für die Scheibe an und formt Cassouletschüssel um Cassouletschüssel. Tout Castelnaudary isst Cassoulet (weiße Bohnen, confitiertes Fleisch) aus den Schüsseln der Frères Not. Auf zwei Töperscheiben müssen sie Zigtausende davon herstellen.

Gebrannt wird in einem großen gemauerten Holzofen. Montags und dienstags wird geheizt, die Ofentür zugemauert. Auf dem Boden über dem Ofen ist ein Trockenboden für die frisch gedrehten Schüsseln.

Kein Schild an der RN 113 zeigt den Weg zur Poterie. Gäste werden nicht eingeladen, sind aber willkommen. Eigentlich wird nur auf Bestellung gefertigt, aber wenn man etwas herumstehen sieht, was einem gefällt, dann kann man es schon kaufen, Ware mit kleinen Fehlern oder Überzähliges. Manchmal legen wohl ein paar Engländer mit dem Hausboot an, die nächste Schleuse (die erste von der Scheitelhaltung am Seuil de Naurouze Richtung Méditerrannée) ist nearby. Ich weiß aber von ein paar Frauen aus dem Dorf, die regelmäßig reinschauen.
Heute:
glück 1
herkules varenna 1
wir ficken die ganze nacht 1
herkules alassio 1
weltkulturerbe 1
nur die schönsten
empfangsbekenntnis 2
zungenbelag entfernen 2
www automaten hoffmann passau 2
ikea klagenfurt 2
edgar selge polizeiruf 2
technik des weinens 1
franziska sperr stumm vor glück 1
am kölnberg 1
kolophonium zolltarif 1
aldi seesack 1
Wir suchten kein Haus, und wenn wir eines gesucht hätten, dann bestimmt nicht hier. Es gibt keinen Laden und keine Bar, der Bäckerwagen aus Carlipa kommt spät am Vormittag, was er bringt, schmeckt nicht besonders. Der kleine Garten ist kaum benutzbar, denn er grenzt an Riblou, den Bach, der die fehlende Kanalisation ersetzt. Bestimmt, ganz bestimmt in DIESEM Jahr, allenfalls l’année prochaine kommt die Kanalisation, es gibt Auflagen, aber nun ja, das Geld… So heißt es seit Jahren. Vor dem Haus die Dorfstraße, nicht gerade eine große Verkehrsachse, aber zur Erntezeit, man muss schon aufpassen, dass die Kinder nicht einfach auf die Straße laufen, die Autos bremsen erst ein paar Meter später. Das Restaurant, im vorletzten Jahr eröffnete, musste in diesem Jahr wieder schließen. Eine Barlizenz war nicht mit verkauft worden, die Leute hier leisten sich kein Essen im Restaurant, vielleicht, wenn er etwas besser gekocht hätte.
Es ist kalt hier, im Herbst, Frühling und Winter ist es sehr kalt. Im Februar noch war der Lampy zugefroren, als es in Bonn schon Frühling wurde. Weiterlesen »

Smaragdeideckse, Route Nationale 113

Mittwochnachmittag, Straße zwischen Durfort und Pont Creuzot

Samstagabend, Schlafzimmer