Archiv für 22. July 2005


Blogplatz

22. July 2005 - 13:45 Uhr

blogplatz

Aus dem Fenster sehe ich den kleinen Platz, die herzförmige Platane und den Eingang zur Menusièren-Werkstatt, höre den leichten Wind, die Vögel und zur halben Stunde das Big-Ben-Geläut der kleinen Kirche. Die Esse, an der längst kein Ofen mehr hängt, nur, wenn ich aufstehe. Später werden wieder die alten Leute auf der Bank vor unserem Haus sitzen, mit kräftig rollendem R in ihrem kantigen Südfranzösisch über Le Tour de France reden und Preise für kellekeschose vergleichen: eng vieux frrranx, c’était deux millions troiscentmille et…., c’est eng nouveaux frrranx, c’est eng öroh…

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Erinnerung – 1. August 2004 – 22 Uhr 39

22. July 2005 - 10:23 Uhr

Vor einer Stunde war ich kurz vor der Tür. Camille und Fernand, die beiden Alten von nebenan, haben ein Thermometer am Haus. Es zeigte 30 Grad, so dass die Frage Fenster zu oder Fenster offen wenig Bedeutung hatte.
Seit ein paar Minuten stürmt es, das ersehnte Orage vielleicht. Ich würde gerne alles aufreißen aber was ist mit klappernden Fensterläden und schlagenden Fenstern? Irgendetwas hatte Camille mir heute abend erzählt von den Volets und meinen Pflichten als Prrroprrrietärre, mit stark gerolltem R. Sie ist sehr freundlich und macht dauernd Witze, die ich nicht verstehe. Ein französisches Wort für verschmitzt kenne ich nicht. Ich kenne überhaupt zu wenig französische Worte. Camille spricht dazu sehr südfranzösisch. Demäng matäng heißt morgen früh, das kommt dem Rheinländer entgegen. Väng, biäng. Wusätt enn vakanze.
Das Fensterglas muss so alt sein wie das Haus, etwas über 100 Jahre. Alle Scheiben haben kleine Bläschen und Erhebungen, sie spiegeln nicht, sondern glänzen in der Sonne, wie mit Wassertropfen bedeckt, jede anders. Wenn das Gewitter losbricht, werde ich nicht alle gleichzeitig schließen können. Aber noch ist es trocken, und der Wind kühlt allein durch seine Bewegung, die Luft ist immer noch warm.
Chantal sitzt gegenüber vor ihrem Haus, unter der Platane. Ich hatte schon im Bett gelegen, ohne Decke auf einem feuchten Handtuch. Dann mit der Taschenlampe durch den Keller auf den Balkon, die Wäsche abhängen, bevor der Sturm das tut. Zum Schlafen wird ein leerer Bezug reichen. Ich finde noch einen, den ich aus einer wunderbaren Schusseligkeit nicht gewaschen habe.
Er riecht nach jemandem, der gestern abgereist ist.

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Route Nationale Sept

22. July 2005 - 10:19 Uhr

rn7

De toutes les routes de France d’Europe
Celle que j’préfère est celle qui conduit
En auto ou en auto-stop
Vers les rivages du Midi

Nationale Sept
Il faut la prendre qu’on aille à Rome à Sète
Que l’on soit deux trois quatre cinq six ou sept
C’est une route qui fait recette
Route des vacances
Qui traverse la Bourgogne et la Provence
Qui fait d’Paris un p’tit faubourg d’Valence
Et la banlieue d’Saint-Paul de Vence
Le ciel d’été
Remplit nos cœur de sa lucidité
Chasse les aigreurs et les acidités
Qui font l’malheur des grandes cités
Tout excitées
On chante, on fête
Les oliviers sont bleus ma p’tite Lisette
L’amour joyeux est là qui fait risette
On est heureux Nationale 7.

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Je t’attendraie à la porte de garage

22. July 2005 - 10:18 Uhr

garage

Je t’attendrai à la porte du garage
Tu paraîtras dans ta superbe auto
Il fera nuit mais avec l’éclairage
On pourra voir jusqu’au flanc du coteau
Nous partirons sur la route de Narbonne
Toute la nuit le moteur vrombira
Et nous verrons les tours de Carcassonne
Se profiler à l’horizon de Barbeira

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Joyeuse cité de Carcassonne

22. July 2005 - 10:16 Uhr

Warum ich nachts unbedingt selber fahren will, warum ich überhaupt am liebsten nachts fahre… Ich glaube, ich möchte keinen dieser Momente verschlafen, in denen ich einfach nur ungestört vor mich hin sein darf. Hinter mir neben mir schlafen alle, Vater, vier Kinder und Olga. Übernachten? Viel zu teuer, viel zu umständlich, hatte ich gesagt, wir gehen abends schön essen, und die letzten paar Stunden reiße ich auf einer Arschbacke runter. Irgendeine französische quietschsüße Guaranaplempeplörre hilft mir dabei.

Kurz hinter Valence an der Route Nationale 7 aßen wir zu abend, dann Echangeur de Orange, Arles, Nimes oder umgekehrt, Alès, Montpellier, Narbonne, Carcassonne.

Beim Fahren über Gard, Herault, Aude und andere wünsche ich mir ein Nagivationssystem (so sagt die Zwei dazu) mit Angabe von Departement und überquerten Flüssen. Ruderer und wohl auch Paddler strecken sich beim Überfahren von Flüssen aus dem Fenster und sagen „faba“, immer „faba“, nur aus dem Tonfall ist erkennbar, ob der Fluss wirklich befahrbar ist oder auf keinen Fall. Weiterlesen »

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D’la fenêtre d’en haut

22. July 2005 - 10:11 Uhr

fenetre

D’la fenêtre d’en haut
De la fenêtre du grenier
Où je vais étudier
La vie simple et tranquille
Loin de la ville
Nos enfants grandiront
Nous vieillirons

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