Als ich vom Dudelfunk
auf WDR 3 umschalte, höre ich erstmal nichts. Doch nach ein, zwei Sekunden beginnt das Nichts, mir bekannt vorzukommen, und nach und nach schält sich aus dem Motorengeräusch ein vertrauter Akkord. Ein ungewöhnlicher vertrauter Akkord, und den ersten Sopraneinsatz könnte ich schon mitsingen, wenn ich nicht vor Glück die Luft angehalten hätte.
Das Gloria aus der Messe für zwei Chöre von Frank Martin.
Anhören!
Und zwar die ganze Messe.
“Ein Stück, das man ruhig viel öfter hören könnte”, abmoderiert der Abmoderator.
Und öfter singen, füge ich hinzu. Denn obwohl ich mich nach 20 Jahren unter selber Chorleitung auch auf was Neues freue: Manche Kompositionen sind so zum Niederknieen wundervoll, dass sie sich überhaupt nicht abnutzen.
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