Heute beim Amtsgericht
18. August 2005 - 14:06 UhrEin blinder Augenzeuge. Aussage unergiebig, wie es so schön heißt. Aber Justizia hat ja auch die Augen verbunden. Aus Solidarität wohl.
Ein blinder Augenzeuge. Aussage unergiebig, wie es so schön heißt. Aber Justizia hat ja auch die Augen verbunden. Aus Solidarität wohl.

Im Vordergrund: Bildzeitung (“Pünktchen sucht Anton”), sehr schlechter Kaffee, leerer Teller (vormals: sehr gutes Croissant).
Im Hintergrund (v.l.n.r.) Damen, Herren, Kaffeekränzchen, Privat (= Küche)
O-Töne vom Kaffeekränzchen (benachbartes Altersheim):
Vielleicht mache ich ein neues topic draus, es müsste heißen “Selige Inseln – die Kleinen Welten absoluter Wahrheiten”
Neureich:
“Die hätt do injehieroot, ävver aufwärz. Isch saaren Ihnen, die spät zu Jeld jekumme sin, dat sin de Schlimmsten.”
Wunder:
“Da war einer, der hätt vor dem Rollstuhl en Blindenhund liegen gehabt. Un zu dämm is dä Meisner hinjejange. Der is extra aufgestanden un zu dene Behinderte hin un hätt den ge-strei-chelt. Weiterlesen »
Wie unrhythmisch der Gegenverkehr vorbeipulst, während Oistrach und Rostropowitsch derbe hingerotzt den letzten Satz von Brahms Doppelkonzert spielen. Whow!
Um den Teilungsrest des Klassikforum zu füllen, haben sie noch die Romance aus opus 118 drangepappt. Nervt mich erst, weil Hélène Grimaud auch keine richtige Ordnung in das Durcheinander des Trios bringt. Aber dann, am Ende, dieses wunderbare Stöhnen dazu. Das MUSS so durcheinander. Nochmal: Whow!
Und ich dachte, der Weltjugendtag finde in Köln statt. Simmt gar nicht.
In der Fußgängerzone fragt eine Pilgerin einen Pilger, ob er deutsch oder polnisch kann. Die Nonne mit dem Cellulario kennen wir ja schon aus der Nokia-Werbung, hier tritt sie in Truppenstärke auf.
Was ist das eigentlich für ein Mechanismus, der Menschen, die sich in Sprachenklaven bewegen, so viel lauter sprechen lässt.
Heute vormittag gehört:
Die Marseillaise
We shall overcome
diverse Stadiongesänge
Irgendwas Polnisches
Gregorianisches Ave maria
We are the champions
Plakat Express: “De Papst kütt”
So Ihr lieben Kinder, ich leih Euch jetzt meine kleine Stadt, macht damit, was Ihr wollt. Aber am Sonntag fahrt Ihr alle fein in die Braunkohlengrube zum Papst und dann ab dafür. Und Eure Kreistänze und lustigen Gemeinschaftshüte nehmt Ihr mit, versprochen?
Das Motiv der auseinanderstehenden Schneidezähne wird im Mittelscheitel aufgenommen.
Frühling 2002
Sharon
Ich hatte meinen Cappuccino in einer Zeit ausgetrunken und bezahlt, die ich für einen Besuch im Drogeriemarkt für angemessen hielt. Mit dem Blick auf den Eingang trödelte ich meine Sachen zusammen, Baby, Portemonnaie, Eis schleckendes Kleinkind. Ein erster Straßencafé-Tag im April.
Wenn sie wieder herauskommt werde ich sie treffen.
Hallo, werde ich sagen, lange nicht gesehen, sie wird einen Moment stutzen, ich hadere vorab mit der Blödigkeit meiner Rede. Die egoistische Lust an der Fortpflanzung ist unsere einzige Gemeinsamkeit.
Ihre Kinder sind wilde dunkle Wesen, die miteinander auf viele Weisen verwandt sind. Weiterlesen »

Gibt es im Französischen vielleicht Toêle oder Toële? Wie Poële? Das wäre doch eleganter als Töle.
Jetzt freue ich mich erstmal, dass das Trema funktioniert.
Trema, auch ein schöner Name für eine Katze.
Wermelskirchen
Sonne
Hoffnung
Vorderhufe
Dhünn
Habenichts
Dreibäumen
Maisdörpe
Kurzfeld
Scheideweg
Hückeswagen
Klein-Großenscheidt
Posthäuschen
Hämmern
Wüstermünte
Wipperfürth
Zwei Gerichtstermine im Bergischen Land am selben Tag.
Maisdörpe erinnert mich an den Kartoffelpülpe-Fall, falls hier mal ein Jurastudent vorbeikommt: wird der noch erzählt?
Papier ist geduldet, aber oft nur für eine kurze Zeit. Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern – das störte mich in der Lokalzeitungszeit kaum. Einen Vormittag etwas erleben lassen, dabei zusehen, am Nachmittag schreiben, und was nach 17 Uhr nicht fertig ist, kann gleich gelöscht werden. Am Morgen meinen Namen oder mein Kürzel über oder unter irgendwas lesen, froh, wenn wenig gekürzt oder zerredigiert ist. Und übermorgen wird die Altpapiertonne geleert.Das Internet ist viel geduldiger, dachte ich die Tage, als ich die uralte Bachmannpreisseite fand, aus den Anfängen des allgemeinen html. Frames sind out, die vielen Farben, Schriften, Wackeldinger verschwinden. Mehr Inhalt? Und viel vergessener Mist, ich hab mal ein Forum eröffnet, ein kostenloses Gästebuch angelegt – Zugangsdaten verlegt. Irrt das noch durchs Netz? Ich kenne mich einfach besser aus, paddel durch das Mist-Meer und finde immer mehr selige Inhaltsinseln.Da stürzen irgendwo in Frankfurt zwei Computer ab und es sieht für ein paar Tage so aus, als verschwinde ein komplettes Forum für alle Zeit. Schöne Miniaturen, überflüssiges Gezänk, Alltagsgeschichten, Kleine Glücke und Unglücke. Worte, Worte, Worte. Zu manchen Worten kenne ich Gesichter, Stimmen. Ich freue mich über zwei Papierstapel mit ausgedruckten Strängen, drei, vier abgespeicherte Geschichten.Das Internet ist geduldig, geduldet, denn es nervt nicht und nimmt keinen Platz weg. Es ruft nicht an und muss nicht ins Altpapier. Ich komme zu Besuch, wann ich möchte, setze mich aufs Sofa oder gehe ein bisschen im Wohnzimmer umher. Manchmal irre ich durch fremde Flure, bis ich jemanden treffe oder ein Zimmerchen finde, das mir gefällt. Eine Galerie, eine Bibliothek, ein Fotoalbum, einen Freund.Und plötzlich hinter meiner Lieblingstür ins Leere treten?
meisenaufzucht 17
zungenbelag entfernen 7
milchstau bei katzen 3
christian gerhaher schwul 2
www automaten hoffmann passau 2
eschle singende säge 2
peugeot-klapprad 1
klaus nüchtern bruder 1
polterabend lied für die frau 1
schiffner, sabine, kindbettfieber, inhalt 1
seesack zum selbermachen 1
london ladenlokal zu vermieten 1
heino nusskuchen 1
alufolie klauen 1
achselschweiss 1
gerhild gefickt 1
fickfolie 1
butch femme österreich 1