Archiv für October 2005


Wege zu mir – kleines Update (Auswahl

31. October 2005 - 10:12 Uhr

zungenbelag entfernen 12
gänswein 8
kunstlied 7
veilchenpastillen 7
gaenswein 6
monsignore gã¤nswein 5
beine breit 4
heinos nusskuchen 3
nichtmädchen 3
teekanister 3
wasweissich und sex 2
eva von schirach 2
wasserpfeifentabak selbermachen 2
milchstau bei katzen 2
tragödie 1 schumann 1
harry potter heine, blond 1
frau 12 dioptrien 1
reife frau will jungen mann 1

Kommentieren » | Post von... Wege zu mir

Zu Besuch bei Oma

28. October 2005 - 22:33 Uhr

Die ersten Seminarteilnehmern kommen vom Mittagessen zurück, als ich aus dem Hotel laufe. Gegenüber der Eingang zum Südfriedhof, eine flüchtige Erinnerung an gruseliges Orgelspiel, kann aber falsch sein.
Vorne im Häuschen zwei Büros. Die Männer packen gerade zusammen. “Machen Sie schon zu? Ich suche meine Oma.” “Wann ist die denn gestorben? 1993, da haben Sie Glück, die ist noch in der Kartei, wenn die schon im Computer wäre, den müssten wir erst wieder hochfahren, in der Zeit sind Sie zu Fuß in Bad Vilbel”. G-213, das sei einfach zu finden. Den Hauptgang runter, am Mammutbaum links, dann kommen zwei Brunnen, rechts, links und dann.
Ein kleiner Essigbaum, ein paar Stauden, ein Grab wie ein japanisches Aquarell. Ich erkenne sie sofort.
IMG_1596

Sie hat das selber so angelegt für ihre Eltern. Ein kleines Zimmer hatte sie noch in Frankfurt, um regelmäßig nach dem Grab zu sehen.

Frankfurt bleibt mir trotzdem unangenehm anderswo.

2 Kommentare » | Heimatkunde

Mittagspause eine Stunde

28. October 2005 - 13:22 Uhr

Ich glaube, ich geh mal rasch meine Oma besuchen.

Kommentieren » | Heimatkunde

Frankfurt ist auch ein anderswo

27. October 2005 - 22:02 Uhr

Nur kein Schönes.

Ich denk, Scheiß Holiday Inn, und ich kenn hier keine Sau, schau aus dem Fenster und seh meine Oma.

Schlafe gegenüber Südfriedhof.

Kommentieren » | anderswo, Heimatkunde

Entschleunigung und lange Leitung

24. October 2005 - 11:22 Uhr

Apropos Leitung. Die Länge meiner Leitung verläuft umgekehrt proportional zur Länge meiner Geduld. Wurde mir neulich wieder klar, als ich beim Verlassen des Fahrradladens Velo-City das Wortspiel verstand. Ich kaufe seit fünf Jahren da ein.
Velocity ist also nicht meins, und neulich beim “Der wahre Walter“-Spielen sollte die Gesellschaft raten, wie ich einen von mir erfundenen Tanz nennen würde. “Stand by” sagte die C. Nuja. Hätte von mir sein können. Wenn ich ein paar Wochen Zeit gehabt hätte.
Meine Leitung reicht von hier bis Köln, aber das muss nichts heißen, denn die Rheinuferbahn fuhr schon in den Zwanziger Jahren vollelektrifiziert mit 120 km/h von Bonn nach Köln, als anderswo noch leitungslos gedieselt wurde. Abfahrt war am “katholischen Bahnhof”, dem R H E I N U F E R B A H N H O F (Betonung war auf dem U) neben dem Hauptbahnhof. Weiterlesen »

Kommentieren » | anderswo, Heimatkunde

Selige Inseln: Feinkost Hübner

22. October 2005 - 01:00 Uhr

Der Einkaufswagen wird pfandfrei vergeben, der verlässt das Geschäft nicht.
Der ganze Laden ist so Kessler Jägergrün (halbe Flaschen) und Hachez Katzenzungen, dass ich sofort weiß, was ich noch will, außer den paar Brötchen, um die ich hineinging.
Fühle mich zu Besuch, sie merken sofort, dass ich mich nicht auskenne, und schon flattert eine Frau Hübner an mir vorbei, schaut mir ins Gesicht, sagt Guten Morgen.
Eine alte Frau hält mir ein geschnitten Brot unter die Augen: Fräulein, können Sie mal schauen, steht da Zwanzigster? Nein, sechsundzwanzigster. Sie legt noch ein Glas Schneekoppe-Birnen in ihren Wagen. Weitere Herr und Frau Hübners stehen hinter der Käsetheke und der Wursttheke. Der Juniorcheff sitzt Kasse 1, Kasse 2 erzählt, dass sie müde ist, eine Angestellte. Die Art Angestellte, die seit 20 Jahren mit am Mittagstisch sitzt.

Kommentieren » | Heimatkunde

Hupe

22. October 2005 - 00:52 Uhr

“Jemand der Bergstiefel trägt, weil er gleich wieder weg muss, weil er nach Hürth oder Bergheim muss, um den gleichen falschen Schrott nochmal zu hupen.”

Harald Schmidt hat sich letztes Jahr im Weihnachtsoratorium geärgert, dass die Trompeter (“300 Euro für den Auftritt” – damit liegt er zu tief, oder?) ihr “Großer Herr und starker König nicht genug geübt haben.

Kommentieren » | Film und Fernsehen

Googlen gilt nicht!

21. October 2005 - 01:27 Uhr

Wer kennt/ wo kommt vor

Besser mit dem Messer die Leitung verlegen

?


Ich bin mir sicher, mein Bruder weiß es, hej, falls Du in San Francisco hier vorbeikommst, kannst Du den tüchtigen doch hilflosen Herrschaften sicher helfen.

4 Kommentare » | Holde Vögellieder

Literatur Foyer, SWR

19. October 2005 - 01:00 Uhr

Robert Gernhardt liest ein paar Gedichte. Ist er doch nicht in Montaio.

Wie heißt dieser Moderator?Ich habe den Eindruck blablablabla. Bla blabla blablablabla, blablablabla bla blablabla, blabla …. Herr Bartels, sehen Sie das auch so?Ich habe den Eindruck blablablabla. Bla blabla blablablabla, blablablabla bla blablabla, blabla ……. Frau Hartwig, teilen Sie das?Ich habe den Eindruck blablablabla. Bla blabla blablablabla, blablablabla bla blablabla, blabla ……. Herr Spiegel, wie sehen Sie das?

Weiterlesen »

Kommentieren » | Bachmann 2.0

Laufen. Einen Ofen heizen. Machen.

11. October 2005 - 09:15 Uhr

Die Kinder dürfen im kalten Wohnzimmer Findet Nemo sehen, ein kleiner Menschenhaufen vor dem Notebook. Ich heize in der Küche den Ofen, hänge seitlich auf dem Sessel, dickes Buch auf dem Schoß. Von Zeit zu Zeit klaube ich eine Kastanie vom Ofen, schäle sie, kann mit rechts im Sitzen den Ofen öffnen, die Schalen ins Feuer werfen. Die letzten Kastanien zusammen raus, bevor sie verbrennen, wärmen mir die kältere linke Seite. Muss gleich kurz aufstehen, zur Seite rücken, es wird zu heiß.
Heute mittag gelaufen, endlich die Ruhe, die Schwere, jetzt einfach am Ofen zu sitzen mit einem Buch.
Hinter C’s Haus über den Kackbach gesprungen, durchs Gebüsch, eine Viertelstunde bergauf gequält, gejapst, die zehn Kilo verflucht oder sieben meinetwegen, drei dem Alter gegönnt. Dann unerwartet schnell oben auf der Crête, ein sandiger Weg, eben. Eine Viertelstunde bis zur Straße, zu der kleinen Steinhütte, dem Spargelfeld, den Mandelbäumen, der Wiese. Weiterlesen »

Kommentieren » | anderswo, überzwerch

« Ältere Einträge