?> Sopran | Archiv | 2006 Januar

Archiv für Januar 2006


Polizeiruf 110: Die Mutter von Monte Carlo (hr)

31. Januar 2006 - 19:49 Uhr

Ganz supi heute, beginnt mit Mozartrequiem im Auto, Gustav Peter Wöhler fährt und singt laut mit, jugendliche Beine (tot) ragen plötzlich aus der Windschutzscheibe, und der Fahrer fährt damit noch bis in seine Garage. Seine Söhne heißen Wolfgang und Amadeus. In der blutigen Hand (Beifahrertür auf) hält die Leiche ein Chinabuch. Mehr darf ich zunächst nicht sehen als Beine (Stiefel, bunte Strumpfhosen) und Hand. Für eine Handvoll 200er wird Wöhler die Leiche los an “Pietät Teske”. Der Kommissar (Jan Georg Kremp) ermittelt gelegentlich, singt und spielt Klavier mit Gustav Peter Wöhler, der Kirchenmusikdirektor ist, und besucht die Eröffnungsfeier im Puff in seines toten Vaters Haus. Weiterlesen »

5 Kommentare » | Tatort

Keine Schokolade, kein Exorzismus, lucides Intervall, Jodie Foster (googlefishing)

28. Januar 2006 - 22:54 Uhr

Während ich verschiedene peinliche Befragungen nach dem Verbleib der Schokolade durchführe Ausforschung starre ich multitask auf Wetten dass und erfahre so, dass Cecilia Bartoli mal einen deftigen Exorzismus brauchen kann. Dehne diese Diagnose auf die Simultanübersetzerin aus. Dann mal wieder einer mit diesem doch recht verbreiteten Handicap absolutes Gehör. Langweiligste Kacke was gibt. Hat mein kleiner Bruder auch, der konnte schon mit acht vier Töne auseinanderhalten. Denn mehr führt der Kerl da in Böblingen oder Lüneburch nicht vor. Der letzte mit absolutem Gehör konnte damit die Drehzahl von elektrischen Küchengeräten bestimmen, ein Zahnarzt, der das beim Bohren geübt hat, das war ja halbwegs originell. Jetzt also ein Pianist, der vier Klaviertöne auseinanderhalten kann.
Und auf dem Sofa sitzt der exhumierte Boris Becker.

Ich nehm den Irving, da passiert wenigstens immer was.

(Sogar bei dem ärgerlich bekloppten mit der Hand und dem blöden mit der Witwe, in dem alleallealle Schriftsteller sein mussten, musste ich ein paar mal weinen. Auch wohl bei dem hanebüchenen Zirkuskind. Als ich Hotel New Hampshire las, stellte ich mir Franny von Anfang an vor wie Jodie Foster, und dann war ich dem Film so dankbar, dass Franny wirklich Jodie Foster und John wirklich so eine sympathische trübe Tasse war, ach.)

Und jetzt wird Harald Schmidt wiederholt.
Da hat der Mann was Falsches erzählt.

“Peinlich” wie in “Peinliche Halsgerichtsordnung”

Kommentieren » | Buch und Text, Film und Fernsehen, Holde Vögellieder

Fresenius Sept und Surströmming

26. Januar 2006 - 23:33 Uhr

Frau Maisch erinnert mich via Tex Rubinowitz in der Riesenmaschine an meine kindlichen Versuche, etwas völlig Neues zu schaffen. Also keine Alchemie, denn dass es das Gold schon gab, wusste ich mit acht schon. Ich füllte in eine Gerolsteiner Mineralwasserflasche allerlei Putzmittel, Likörchen, Tinkturen und Essenzen aus Mutters gut ausgestattetem Badezimmerschrank. (”Frisierkommode” wäre schön, aber meine Mutter war so 70er, die künstlichen Wimpern in der schönen Non-Allibert grüne Plastik BadezimmerSCHRANKWAND mit integriertem Wäschekorb). Weiterlesen »

2 Kommentare » | Heimatkunde

Obstsalat II

26. Januar 2006 - 22:00 Uhr

Also Kümmel, auch eher nicht, kriege ich aber mit Höflichkeit noch runter. Kreuzkümmel dagegen: Spitzengewürz. Wer das nicht mag… Ingwer, Kardamom, anbetungswürdig. Weißer Pfeffer: Unrein.

Raider immer ein Stück abbrechen, den Karamell abknabbern (DAS Karamell?), dann die Schokolade unten vom Keks und dann den Keks. Kekse und Plätzchen sind natürlich nicht dasselbe. Keks ist das, was im Raider ist, Plätzchen das, was ich vor Weinachten backe.

Siehe auch: perverses Zitrusfruchtsezieren, der richtige Löffel für ein jedes Cremiges, Häutchenabziehen bei frischen Walnüssen und: Auf die Dosis kommt es an. Beispiel: Rittersportstückchen: Nicht essbar weil zu dick. Hachez Katzenzungen: Perfekt.

Kommentieren » | andersquer und überzwerch

Obstsalat I

26. Januar 2006 - 21:47 Uhr

Die Zeit, bis der Obstsalat durchgezogen ist (Limettensaft und Honig) vertreibe ich mir mit Lindt Weihnachtswaffelschokolade, Fernsehscannen und bloggen.
Nach den Ausschweifungen der letzten Wochen (Essen, Frustkäufe wegen abgängigen Sohnes, Büroeinrichtung) gibt es jetzt täglich Obstsalat. Täglich = seit gestern und nur so lange, wie eine unbedingt dazu zu schlachtende Mango verfügbar ist. Also etwa bis morgen.
Beim Schlachten, Schnippeln, Häuten, Filetieren der Öbste Sinnieren über mein Essen. Der B. findet mich da - heikel, eine neue Erkenntnis und nur teilrichtig. Weiterlesen »

Kommentieren » | andersquer und überzwerch

95 Thesen, die Sechste

25. Januar 2006 - 19:51 Uhr

Kein Zufall: Das Zusammenfallen der Markteinführung des Smart und des Inkrafttretens der Pflegeversicherung.

1 Kommentar » | Scheibe Erde, Selige Inseln

Kleine Schwächen

19. Januar 2006 - 22:32 Uhr

Sie springt am höchsten, dreht sich am schnellsten und hat die süßesten roten Bäckchen seit Einführung des Farbfernsehens. Eiskunstläuferinnen haben die wunderbarsten Oberschenkel. Sie kann die Biellmann-Pirouette auf dem linken Bein und auf dem rechten Bein, nacheinander ohne zwischendurch anzuhalten. Sie fällt mal hin und springt einfach noch ein paar Mal mehr. Dreifachdreifach, vierfach, ich kann die Sprünge nicht unterscheiden, aber sie bleibt sehr lang in der Luft.

Sie lacht so süß, die schrägen Augen strahlen, sie hat wuschelige Haare und einen entzückenden Zinken und schöne große Zähne.

Ich bin verliebt in Irina Slutskaya. Die anderen muss ich gar nicht sehen (obwohl, Sokolowa mit diesem Anzug… Aber Irina sieht immer so entzückend falsch verkleidet aus in dem Glitzerfummel.)

Gut, dass sie immer gewinnt, dann zeigen sie es noch ein paar Mal.

Kommentieren » | andersquer und überzwerch

Waidmannsheil im Wurfkessel - Bambi muss leben

19. Januar 2006 - 01:31 Uhr

Vor ein paar Jahren machte er den Jagdschein, nun auch noch die Jagdaufseherausbildung. Das Tier aus der Decke zu schlagen, das macht ihm nichts aus. Ob er schon mal was geschossen habe. “Jede Menge. Tontauben”. Aber die knirschen doch so zwischen den Zähnen. Neulich habe er angesessen, und dann kam das Rehkitz, schaute “dumm wie Brot” unter seinen langen Schlappohren hervor. Der Kamerad, der Barbar, hat dann geschossen um zehn nach acht. Bambi ist tot. So eine hässliche Wildsau sei doch sicher viel leichter zu schießen. Ach nein, sagt er, die sind doch so niedlich, man schießt ja nur die unter einem Jahr.

Hier in Bonn gibt es “Waldau”, Ausflugslokal mit Spielplatz und Wildgehege. Wenn Frischlinge geboren werden, steht es im General-Anzeiger, so war das jedenfalls früher. Dann rief meine Großtante an, um mit uns einen Ausflug zu machen. Waldau lag so zwischen Tante Aenny und unserem Heim. Gestreifte Schweinchen, die sehen ihren Eltern kaum ähnlich.

Was ich wirklich an ihm mag, ist seine Art, völlig unbeirrt davon, dass sein gegenüber längst in die Tischkante beisst, solche Dinge zu erzählen:
In der Rauschzeit werden die beschlagen, und im März werden die gefrischt, die Frischlinge. Im Wurfkessel werden die gefrischt. Dreidreidrei bei Issos Keiler(sic!)ei - die tragen 3 Montate, drei Wochen und drei Tage. Undsoweiter…

Kommentieren » | Auslese-Blog, abseits und alltags

Winterswap

6. Januar 2006 - 16:29 Uhr

Dafür findet Frau Schnatterliese das Folgende auf ihrer Winterswap-CD:

All This Time - Sting
Wir Werden Singen - 2raumwohnung
There Will Never Ever Be Another You - Chet Baker
Liebesleid (Die Liebe kommt, die Liebe geht) - Nylon
Wonderful Tonight - Eric Clapton
Fandango - Luigi Boccherini/Andreas Staier (glaube ich)
Allnächtlich im Traume - Robert Schumann Fritz Wunderlich
Die Rose, die Lilie, die Taube - Robert Schumann Fritz Wunderlich
Ich will meine Seele tauchen - Robert Schumann Fritz Wunderlich
Oslo - Trio Lowlife
Ein normales Leben - Peter Gabriel
Zentralmassiv - 2raumwohnung
Living Without You - Randy Newman
Forbi (Gone) Op 71, No 6 - Edvard Grieg Balazs Szokolay, Piano
Man darf das alles nicht so verbissen seh’n - Ulrich Roski
Liebesleid (Die Liebe kommt, die Liebe geht) - The Comedian Harmonists
Que Sera - Manfred Krug
Afterglow - Genesis
Weihnachtsbonus: O magnum Mysterium von Morten Lauridsen

Kommentieren » | Holde Vögellieder

Danke VI und VII und VIII

6. Januar 2006 - 16:19 Uhr

Danke VI an Teilzeitgigant, dessen wunderschöne Winterschwampel-CDs ich gestern in der Post fand. Wie sie aussehen und was drauf ist, ist hier zu sehen.
Ich kenne nichts davon und habe die Titel erst ein wenig vor den Augen hin und her geschaukelt, um zu entscheiden, was Titels und was Künstlers Name ist. Ich habe auch noch nicht alles gehört, aber schon viel Freude gehabt zum Beispiel an Elektronischer Kerzenlichtmusik.

Danke VII an Jochen, der geworben, gesammelt und verschickt hat.

Danke VIII natürlich an die kleine Glücksfee.

2 Kommentare » | Holde Vögellieder, Scheibe Erde, Selige Inseln

« Ältere Einträge