20. June 2006 - 10:30 Uhr
Gerrit Bartels hat für den Falter mit Clemens Meyer gesprochen. Und für die taz.
Felicitas von Lovenberg denkt in der FAZ lesbar über die Abschaffung des Bachmannpreises nach. Kehlmann, Hens und Geiger helfen ihr dabei.
Die Welt meint rum. “Besser als jeder ausgebrannte Fußballer”
Der Standard legt nach. Millesi wurde von Strigl eingeladen. Sonst nichts Neues.
Der
Tagesspiegel lässt Clemens Meyer zu Wort kommen: “Ich krieg’ den Preis. Jetzt bin ich mir ganz sicher.”
Im Bieler Tagblatt greint Daniel Zahno retrospektiv über den Bachmann-Wettbewerb. Leider schon ins kostenpflichtige Archiv verschoben. Ein jährlich wiederkehrendes Motiv ist übrigens “weil ich Schweizer” – “weil ich Österreicher”-Benachteiligung.
Hier übrigens die Diskussion zu Zahnos Text 2002. Birgit Vanderbeke weiß, was Hummer in Deauville kostet.
Dazu auch
Der Standard, der den Salzburger
Hanno Millesi Bodo Hell (Danke, Conalma) als “den einzigen renommierten Autoren” unter den Teilnehmern bezeichnet. Daniela Strigl hat rumgefragt, aber keiner wollte.
Katja Huber wird aus einem Roman lesen. “Nur Verlage oder Literaturzeitschriften haben zuvor das Recht, Autoren für Klagenfurt vorzuschlagen”. Falsch: Die Autoren können sich auch direkt bei den Juroren bewerben, jeder Juror lädt dann zwei Teilnehmer ein.
Die Mitteldeutsche Zeitung Volksstimme dpa lässt von “Fehlurteilen der Jury” munkeln. Beispiele: Juli Zeh und Arno Geiger, die mit ihren fertigen Romanen erfolgreicher waren als beim Wettbewerb. Falsch, dass Geiger “durchgefallen” sei, er kam – anders als Zeh – in die engere Auswahl für einen Preis. Statt “Fehlurteil” vielleicht eher ein Hinweis, dass es Schmarrn ist, Romanauszüge zu lesen. Umgekehrt funktioniert es übrigens auch: Uwe Tellkamp beeindruckte die Jury warumauchimmer mit seinem Romanauszug, der Roman “Eisvogel” kam bei der Kritik nur eher so mittelgut an. Es gibt in Klagenfurt keine Fehlurteile, es gibt nur Urteile. Dass die sehr nun ja individuell ausfallen können, ärgerlich, verblüffend, unverständlich, liegt im System.
Mal was Anderes.
Passauer Neue Presse ist für Deggendorf zuständig und befragt Kathrin in Berlin. “Blut, Tränen und jede Menge Worte” habe ich eben schon irgendwo gelesen.
Wer es findet. Aha. dpa. Kathrin kommt mit ihrem “ersten belletristischen Text überhaupt”:
ich habe mich natürlich angestrengt, an dem Text gefeilt und ihn rechtzeitig fertig gestellt. Das wird die anderen trösten.
Der in Berlin lebende Bündner Silvio Huonder und die in Zürich lebende Kölnerin Annette Mingels vertreten die Schweiz. Die Tagesschau des Schweizer Fernsehens hilft im Verlauf beim Fußballmetaphernzutodereiten. Als wäre das nicht schon vor zwei Jahren zur EM erledigt worden. Die Fußballmetapher ist ein Zombie.
Texte zum Mitlesen wie gehabt bei
ORF/3Sat, als pdf immer ab Beginn der jeweiligen Lesung. Dort gibt es dann wohl auch wieder Filmchen von den Lesungen und Diskussionen. Und die Vorstellungsfilmchen zu den Autoren. Grusel.Alle Lesungen im Fernsehen live bei 3Sat, dieses Jahr offenbar ohne Scobel.
Klagenfurtblogverdächtige:
Andrea Diener plant Bachmanngucken als Erholung.
Juliette Guttmann ist am Wörthersee.
Don Dahlmann will von Berlin aus zusehen.
Miss Caro möchte anstoßen auf alles, was der Text tut. Prost!
Lyssa vielleicht wieder – dieses Mal aus der WM-WG?
…
tbc
bachmannpreis tage der deutschsprachigen literatur klagenfurt 2006 ingeborg-bachmann-preis