?> Sopran | Archiv | 2006 Dezember

Archiv für Dezember 2006


Alternde-A-Cappella-Boygroup-Bashing

22. Dezember 2006 - 19:01 Uhr

Karten wegschmeißen wäre ja auch doof gewesen, und die Zwei war glücklich. Kinder dürfen Wi*se Gu*ys gut finden, sogar meine eigenen Kinder. Die Plätze in der Beethovenhalle hatten sie einfach doppelt vermietet, aber die Zwei saß am Gang und konnte was sehen, mir war’s sowieso egal.
Mit dem ersten Lied hatten sie mich sofort wieder erreicht. Denglisch. Oder Denglish. Egal. Herpes. Darin wird sich dann aufgeregt, dass es nicht Toilette sondern McClean heißt oder so. Was für’n Deutsch ist denn Toilette. Miesepetriger vorvorgestriger Sprachreinhaltismus. Genau das, wozu das überwiegend ältere Publikum fußwippen und genau! sagen kann. Genau! Fußwipp! Genau! Weiterlesen »

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Aufbewahrt

20. Dezember 2006 - 19:00 Uhr

Eben fiel mir ein, dass Kathrin in Klagenfurt einen Satz für mich aufbewahrt hat (oder muss ich sagen: gemoleskined?). Den holte ich mir wieder (Bearbeitungsdauer unter 90 Sekunden).

Spinnen muss man auf jeden Fall vorher, egal, ob man wirkt oder webt.

Für den “Bewerb” ist der Beitrag noch zu kurz. Mein Platz wäre sowieso eher in der Jury. Schrieb mir jemand kürzlich:

“Genaugenommen haette ich Dich gern in der Klagenfurtjury. Ich muss mir staendig vor Augen halten, wie es waere, wenn Du den Autoren erklaerst, dass ihr Protagonist gar keine Milch haben kann, obwohl er angeblich jeden Tag welche trinkt. Das waere so super.”

bachmannpreis tage der deutschsprachigen literatur klagenfurt ingeborg-bachmann-preis

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Abend

18. Dezember 2006 - 00:28 Uhr

Doraden, verwackelt

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Morgen

18. Dezember 2006 - 00:25 Uhr

Grenzstein Aude/Ariège

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Fotos aus Anderswo - Imported from Canada

13. Dezember 2006 - 15:45 Uhr

Bei Flickr fand ich vor ein paar Wochen Bilder aus Anderswo. Wunderschöne Fotos von einem wunderbaren Fotografen aus Canada. Einige im Garten der Mongolière fotografiert.

Der Fotograf nennt sich Cazasco. Cliquez ici. Und ici aussi.

Auf dieser Straße fuhr ich heute zum Markt.

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Auf diesen Schornstein schaue ich aus meinem Schlafzimmer (knapp vom Haus links verdeckt).

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Blaumilchkanalarbeiten

13. Dezember 2006 - 09:21 Uhr

Im Sommer wurde ein Rohr durch den Bach hinter unserem Haus gelegt. Die Arbeiten an der Kläranlage am Dorfausgang gehen weiter. “Une dizaine de mois” sollen die Bauarbeiten dauern, hieß es im April. Das ist noch zu erreichen. Im Voisinen-Eck am Place de la Ancien Bascule wird jeden Morgen die Straße aufgebaggert und jeden Abend wieder zugebaggert. Der kleine Hund, der zwischen den Bauarbeiten hin und her läuft, trägt seinen spitzigen Schwanz täglich anders, gestern war er grün, heute hat er das Pink, mit dem die Männer von Marquis Sade vor dem Zubuddeln die Gullideckel markieren.

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Als sie an der Mongoliere Haus entlang gebaggert hatten, stand auf einmal deren Küche unter Wasser. Und das am Wochenende! Quelle catastrophe!

Aber das soll sie lieber selber erzählen.

Mit dem Teeren sollten sie bis zum Sommer warten, da können sie die geschmolzene Straße vor unserem Haus einfach in das Loch schieben. Das Hin- und Herfahren mit großen lauten Fahrzeugen ab dem frühen Morgen ist ja eine offensichtlich befriedigende Tätigkeit.

Seit meiner Kindheit träume ich von einem eigenen Bach. Ich habe ja schon einen, aber der Spaß beginnt natürlich erst, wenn er E.Coli-frei ist. Dann wird gestaut und umgeleitet, dann lernen die Kinder Füsick, dass es sich gewaschen hat. Der kleine Scheißhaufen an der kleinen Lücke zwischen Hausabfluss und Kanalisation wird bis dahin weiter für überdüngte Vegetation sorgen. Die Brennessel dankt.

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Tatort #631: Tödliches Vertrauen (ORF)

5. Dezember 2006 - 22:45 Uhr

Heute mit dem Bergdoktor.
Trotz Wien- und Klagenfurtreisen bleibt Österreich für mich exotischer als zum Beispiel Südfrankreich oder Mittelchile.

Rudern tut das Opfer jedenfalls ganz schlecht. Nicht so leicht zu treffen, wie das da aussieht, so ein Ruderer, denn das Boot bewegt sich anders als der Ruderer, also Ruderer rollt gegen die Fahrtrichtung, Boot wird langsamer, Ruderer zieht durch, Boot wird etwas schneller. Weiterlesen »

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Tatort #649: Der Tag des Jägers (hr)

5. Dezember 2006 - 20:48 Uhr

Laubsaugermann erschossen. Was ist denn das für ein Verbrechen?

Macht auf mit Turgenjew, stark. Bekloppte Sawatzki stromert ohne Skier aber mit Stöcken auf dem Feldberg herum. Wenn’s der Feldberg ist. Wacklige Handkamera am Tatort. Laubsauger läuft noch.

Besoffener Franzose liebt Charlotte. Blöder Akzent. Liebeskrank, tja, diese Franzosen. Immer amour amour.
Oliver Stritzel noch vor Turgenjew im Bild. Zu bekannter Schauspieler. Der war’s. Egal, wer das sein soll.

Die Oper endete um 19.30 Uhr, keine Minute zu früh. 90 Minuten ohne Pause, wo doch schon am Anfang jeder weiß, dass der Orpheus am Ende hinschauen wird und singen: “Ach, ich habe sie verloren.” Bzw. J’ai perdu mon Eurydice, rien n’égale mon malheur” - französischer Text dort. Erstes Zusammenzucken: Weiterlesen »

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Tatort #637: Schattenspiel (NDR, Wiederholung)

4. Dezember 2006 - 21:19 Uhr

Dr. Specht wird wiederholt im NDR, DAS ist mal eine Rückblende. Wie Mittenzwey, nein Meyer zwo vor zwanzig Jahren mit Koteletten durch Mümmelmannberg oder wo auch immer stiefelt. Und nett, wie immer in der Luft liegt “diese Schwarzen sehen sich doch alle so ähnlich” und er spricht es nicht aus. “Ich habe ein fotographisches Gedächtnis” sagt Meyer zwo.

Ich kenn den schon, vielleicht habe ich ihn sogar schon besprochen. Ich les dann mal weiter. Mir ist gerade eingefallen, wer es war.

Oder soll ich mal schnell erzählen? Dann müssen Sie’s nicht mehr sehen.

Die Frau vom Gefängnisdirektor hat vor zwanzig Jahren ein Kind totgefahren, und der Afrikaner war ihr Freund, dem sollte das in die Schuhe geschoben werden. Mittenzweys Kollege hat den Afrikaner dann erschossen, als die zwei den als Unfallflüchter verhaften wollten. Ach nein, der Gefängnisdirektor verdient sich was dazu, in dem er Medikamente testen lässt an seinen Abschiebehäftlingen.

Ach, ich krieg’s nicht mehr zusammen.
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Tatort überzwerch

3. Dezember 2006 - 14:26 Uhr

Ich gehe schon wieder in die Oper, dieses Mal privat, Orphée et Eurydice von Gluck. Die Oper beginnt um 18 Uhr, und wenn es nicht eine angenehm gekürzte Fassung ist, nein, auch sonst, werde ich den Tatortbeginn verpassen. Auch sonst, weil das Bonner Opernpublikum insbesondere bei den Sonntag 18 Uhr-Vorstellungen wegen Betagtheit sehr lange braucht, um nach der Pause vom Klo wieder zum Platz zu gelangen. Weiterlesen »

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