?> Sopran | Archiv | 2007 März

Archiv für März 2007


Komm, lass uns Baader-Meinhof-Bande spielen

30. März 2007 - 16:54 Uhr

Als ich klein war, hießen die Terroristen noch Baader-Meinhof-Bande, und so hieß auch das Spiel, das unsere Eltern vielleicht peinlich-staubig “Räuber und Gendarme” genannt hätten. Es beinhaltete, dass der Terrorist (”Ich bin Baader und Du Meinhof”) einem chancenlosen Opfer auflauerte und statt “Päng” das modernere “Rattattattatta” brüllte. Konspirative Gebüschhöhlen hatten wir auch. Konspirativ, auch so ein Radio-Wort.

Die Gesichter waren mir vertraut, natürlich, die Plakate in den Postämtern, in letzter Zeit gerne literarisiert. Die Leute sahen normal aus, im Elternalter. Meine Eltern waren ordentlich frisiert, aber das galt nicht für alle ihre Freunde. Die auf den Plakaten schauten vorwurfsvoll, aber wer hängt schon gern im Postamt? Die beste Freundin meiner Mutter sah aus wie eine der Frauen vom Plakat und hieß mit Nachnamen auch so. Weiterlesen »

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Verbales Augenblicksversagen

30. März 2007 - 11:49 Uhr

Altersvorhersage
Zeit schänden
Schleimheiligkeit (Zitat Sohn)

t.b.c.

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Tatort #660: Dornröschens Rache (rbb)

26. März 2007 - 00:43 Uhr

Ich habe nur die erste Viertelstunde gesehen, kann mir mal jemand sagen, wer’s war?

Hat der Alte seinen Mörder gedungen? Er hatte doch alles so schön vorbereitet.
Ist der Brief noch bei Paula angekommen? Durch wie viele Hände?
Warum hat der Schützenbruder seine Flinte ins Grab geworfen?
Wer war die blonde Frau im Rollstuhl? Das rächende Dornröschen?
Woran ist der Bruder gestorben?

Danke vielmals!

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Tatort: Fakten! Fakten! (WDR) - Wiederholung

25. März 2007 - 12:28 Uhr

Fuckten, Fuckten.

(Für meine Leser, die erst am Sonntagabend oder Montagmorgen zuschalten: Den aktuellen Tatort werde ich wahrscheinlich verpassen und habe deshalb münsterswegen ausnahmsweise mal eine Wiederholung auf hr angesehen.)

Der zweite aller Münstertatorte also, Erstausstrahlung 1. Dezember 2002. Die Vier war damals eine Woche alt, was dafür spricht, dass die Freunde zu mir kamen. Ich erinnere mich, dass Alt mit Vier auf dem Bauch auf dem Sofa lag.

So wundert es mich nicht, dass ich seinerzeit den Anfang verpasst und dann nix kapiert hatte. Oder den Anfang nicht verpasst und trotzdem nix kapiert. Ging den Anderen auch so. Schließlich gibt es kaum etwas aufmerksamkeitsbindendes als ein Neugeborenes. Aber neugeboren bleibt ein Kind ja nur wenige Tage. Weiterlesen »

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Tatortblog und Programmhinweis und Aufruf

24. März 2007 - 12:02 Uhr

“On vous ne veut laisser pas comme ca”, sagt die Madame im Fernsehschüsselgeschäft auf die Reklamation. Mann werde mich anrufen, wenn er mal wieder in die Gegend komme. Bisher ist das leider nicht geschehen. Zur Zeit funktioniert zum Glück noch meistens der Kinderkanal, Algerische und Marokkanische Sender auch kein Problem, gelegentlich arte, selten das Erste. ZUR ZEIT LEIDER KEIN EUROSPORT, OBWOHL GERADE KÜR DER DAMEN LÄUFT. Aber ohne die putzige Irina Slutskaya ist das ja auch nur noch ein Viertelvergnügen. Weiterlesen »

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Les mots les mots

23. März 2007 - 11:31 Uhr

Oben in Saint Denis liegt noch Schnee, auf 520 Metern. Auf France Musique eine dieser wunderbar redundanten Labersendungen, dieses Mal über unterschiedliche Besetzungen bei der Aufführung von Bachkantaten. Gerhard Schmidt-Gaden und der Tölzer Knabenchor, Gardiner und die Cantata Pilgrimage, die Wasserwaage- und Senkblei-Austarierten feinen Japanerstimmchen des Bachkollegiums usw. “Les mots, les mots, les mots” seien bei dieser Art “très important”, dann ein Ausschnitt, ich murmle: Man versteht NICHTS, les mots les mots, und der Sprecher unterbricht und sagt: “Ah on ne comprend RIEN”. Ich harre des Herrn. Isch arre däs ärrn.

Wenn man als einzige Musik nur Bach hören dürfte, wäre das wirklich eine große Einschränkung?

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Tatort #659: Ruhe sanft (WDR)

18. März 2007 - 23:34 Uhr

“Vorstand, Vereinigung, Verantwortung - ich komm mir ja vor wie ein äh V-Mann.”
Müsste Börne nicht sagen: Ich komme mir vor wie in einer Wagneroper?

Der Satellitenempfang ließ mich warten, wahrscheinlich war das Holz zu feucht. Zwischen 20:13 Uhr und 20:17 Uhr großes Fluchen meinerseits, aber mit der mir eigenen Geduld und Beharrlichkeit, kaputter Fernbedienung, jetzt nicht reintreten, das bringt doch nichts.

Habe aber dann nicht mitbekommen, warum Börne schuld daran war, dass Thiel sein Flugzeug verpasste. Weil er Thiels Vater (mit Livrée) als Chauffeur angestellt hatte, um die Österreichische Kollegin und ihre Mozart-Kugerln abzuholen? Aber für den leeren Tank hat er ja dann so schnell den Leichenwagen angehalten, mit dem die spätere Leiche (Bestattunsunternehmer) eine andere Leiche vom Flughafen Münster/Osnabrück abholte. Thiel wollte übrigens in Afrika auf Moppedtour. Gepäck: Rucksack, außen dran Alutopf, Aluschlafmatte und Omas Steppdecke. Weiterlesen »

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Markttag

17. März 2007 - 18:18 Uhr

Heute endlich wieder in der Sonne Kaffee trinken.

Das nicht fotografierte Foto: Ca. 20 am Geldautomaten schlangestehende Fremdenlegionäre mit weißen Kappen.

Die fotografierten Fotos:

1. Neu im Haushalt Sopran: Der Mercedes unter den Hackenporsches
(zu Hause gemerkt, dass ich die Garagenfrage nicht mit bedacht habe)
Lange gesucht: Modell “Flotte Alte”

Der Mercedes unter den Hackenporsches

2. Deutsche Touristen

Landsleute

3. Die Christiansen-Möhre bzw. die Blasenschwäche-Karotte

Christiansen-Möhren

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15. März 2007 - 08:24 Uhr

Träumte mir in der letzten Nacht, ich müsse als Jurorin an einer Art Klagenfurt teilnehmen. Man traf sich in einem süddeutschen Herrenhaus, drei Menschen lasen Geschichten vor, drei andere hörten sie an, darunter ich. Kein Problem, ich tippte wahrscheinlich SMS oder ging mal durch den Garten, jedenfalls: Am nächsten Morgen sagten mir die Anderen, heute nämlich jetzt ging’s los, Publikum, Fernsehen, und ich soll mal sagen, was ich von den Texten halte.

Dummerweise hatte ich gerade beim ersten nicht hingehört, ich fand aber noch ein Druckexemplar, das ich mit aufs Klo nehmen konnte. Entschuldigte mich mit nervösem Durchfall. Weiterlesen »

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Tatort: Sabine Christiansen

14. März 2007 - 11:14 Uhr

Ich habe zum ersten Mal nach dem Tatort den Fernseher angelassen. Wir saßen gerade so kuschelig zusammen, das Thema hätte interessant sein können (Sterbehilfe) und die Fernbedienung war runtergefallen. Außerdem: Reinhold Messner immer gleich.

Die Kamera durchs Publikum zeigte, dass hier die selbe Statistenagentur am Werk war: Die sahen alle aus wie der in der Kneipe neben Hollicek, der aussah, als kippe er um, wenn man ihn antippt. Sabine Christiansen “wickelt”, wie es im Eiskunstlauf heißt. Heißt: Sie zwirbelt ihre Beine umeinander. Als müsse sie dringend aufs Klo. Zunehmend dringend. Oder später: Als hätte sie in die Hose gemacht. Weiterlesen »

5 Kommentare » | Film und Fernsehen, Tatort

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