2. March 2007 - 23:34 Uhr
Gelernt:
Niemals pünktlich kommen, sonst hagelt es Bises. Rechts links, nur zwei, das immerhin, aber von 20 Personen? bises und bises einmal-durch-den-Chor verhält sich wie schlichtes Händeschütteln zu Friedensgruß-in-der-Kirche. Und ich war nichtmal pünktlich. Zehn Minuten nach dem angekündigten Probenbeginn um halb neun traf ich bereits zwei Chormitglieder an, den Iren und den Belgier. Sie standen neben einem leeren Pizzakarton und einer halbvollen Flasche Rotwein, hinterlassen von früher angereisten Chormitgliedern, die sich aber bis gegen neun noch ein wenig frisch machten oder wasauchimmer. Weiterlesen »
1 Kommentar » | anderswo, Holde Vögellieder, sopran singt selber
2. March 2007 - 18:33 Uhr
bemerke ich, dass ich meiner Oma nähertrete. Die im Alter der Gleichform der Tage begegnete, indem sie die Attraktionen gleichmäßig zu verteilen suchte, das hieß: Kein Enkelbesuch am Dienstag, weil da schon die Putzfrau kam, kein Kaffeekränzchen an Konzerttagen (drei Abonnements) usw. Die Besuche aus den Nachbarstaaten (England, Belgien, Deutschland) verteile ich über den Frühfrühling und hoffe, dass es im Spätfrühling kein Ende damit hat. Heute hörte ich schon am Klatschen im Flur, dass da noch mehr war als DIE ZEIT – das öde Lehrerblatt, das ich zu Hause nach 20 Jahren endlich abbestellen wollte und nun jeden Freitag freudig begrüße. Dazu kam – schon! – die Amazon-Lieferung mit Max Goldt, Jörg Fauser und einem Film, dessen Titel ich jetzt nicht schreiben kann, weil: Überraschung nichts dagegen. Klammheimliche Freude Hilfsausdruck.
Dafür verrate ich schon mal, was ich gestern gekauft habe: Louis de Funes-Film von 1964.
Dachte wirklich: Amazon hätte auch bis Montag warten können.
4 Kommentare » | Film und Fernsehen
2. March 2007 - 13:27 Uhr
Gestern wagte ich mich sogar zum Friseur, Sylvie war mir von F. empfohlen worden, der Sylvie wiederum von der Gemeindesekretärin empfohlen worden war. In Castelnaudary gibt es einen Platz, an dem au minimüm sieben Friseurläden liegen. Ich hatte ein Rendez-Vous mit Sylvie, und als Sylvie mit dem grauen Kurzhaarschnitt nebenan fertig war, fragte sie mich nach meinen Wünschen. “Vraiment court” sagte ich, und sie wiederholte “vraiment court”, auf eine Weise, die mir signalisierte, dass ich jetzt nicht schon wieder drolligen Blödsinn gesprochen hatte. Oder sehr höflich war. So machte sie es dann auch, erst mit einer Schere, dann mit einer kleinen Säge. Weiterlesen »
3 Kommentare » | Buch und Text