Andrea Grill: Freunde
Ich gestehe jetzt zaghaft, dass ich den Text von Andrea Grill noch nicht gelesen habe. Um diese Uhrzeit brauche ich leichte Unterhaltung, in dem Fall die Jurydiskussion zu diesem Text.
Corino bewundert Grills Eichhörnchenarbeit und klugscheißt über die roten und grauen Eichhörnchen. Dann sticht er zu: “Ich finde den Text sowas von uninteressant, öder geht’s eigentlich nicht.”
Ebel: “Ich fühle mich diesem Text hoffnungslos unterlegen.” Ihm ist das alles zu unübersichtlich.
Strigl: Hat’s auch nicht verstanden, aber sie ja eingeladenhat, oder? “Also das Thema ist banal zu umreißen”. Es geht um Freunde. Persönlichkeitsspaltung, Freundschaft mit dem eigenen abgespaltenen Ich. Ohgottogott. Sie stammelt und windet sich.
Ebel geht dazwischen.
Radisch schimpft mit Ebel: “Wir müssen uns hier einfach für kompetent erklären.” Also nicht rausreden mit eventuell nicht verstanden. “Ich halte das für einen vollkommen misslungenen Text”. “Lektüre quälend”. “Dieser Text hat in keinem Augenblick für mich eine Notwendigkeit gehabt.”
Ich sehne mich nach Burkhard Spinnen.
Rakusa schließt sich an, drückt es aber kunstvoller aus. “Mir tut es richtig leid.”
Mangold: “Was in der Literatur der zeitgenössische röhrende Hirsch ist, wären vermutlich so Nachrichten aus dem beschädigten Leben.” – “Ein so gebauter Text ist ein schlechter klassischer Klagenfurttext.”
Heiz liebt “Literatur, die man nicht zusammenfassen kann.” Er fragte sich, “was will der Text mit mir?” Wie war jetzt noch mal die Antwort? Die Reise des Ichs in andere Urhäute, und dann findet das Ich zum Du, Moment, was redet der da? “Aber es geht nicht auf”.
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Kategorie: Bachmann '07/'08, Bachmann 2.0 Kommentieren »
