Gottschalk sagt…
30. Oktober 2007 - 23:10 UhrGehen Sie da ruhig mal öfter lesen, sonst hört der wieder auf.
via Zwarwald
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Mezzo
Gehen Sie da ruhig mal öfter lesen, sonst hört der wieder auf.
via Zwarwald
An Irish blessing
May the road rise up to meet you,
may the wind be always at your back.
May the sun shine warm upon your face,
and rain fall soft upon your fields.
And until we meet again,
may god hold you in the hollow of his hands!
(Muss ich sowieso immer weinen)
Wenn ein Ruderer zu einer Beerdigung von weither, nämlich Zürich, anreist, dann nutzt er das Wochenende, um mit seiner Schwester, nämlich mir, mal wieder rudern zu gehen. Ist es beruhigend oder beunruhigend, dass sich am Bootshaus nichts geändert hat mit den Jahren? Die Dagebliebenen freuen sich am Dagebliebensein und stellen sich den seltenen Besuchern (zuletzt vor sechs Jahren) mit Namen vor. Harhar.
Auf den fünfeinhalb Kilometern stromauf bildet sich eine wunderschöne Blase an meiner Hand, die schon beim Stromabfahren aufplatzt. The Sopranos brauchen sich nicht zu schämen: Da rudern andere Jahr für Jahr Woche für Woche und können es immer noch nicht so gut wie wir. In der logischen Sekunde, in der ein Ruderer das Wachstum beendet, wird die dann vorhandene Rudertechnik im Rückenmark abgelegt. Dann ist es nur noch über das Bewusstsein möglich, etwas hinzuzulernen. Und das Bewusstsein ist im vor-zurück-vor-zurück, dem Plätschern und Plaudern, sehr schwer zu aktivieren.
Ist es Beständigkeit oder Erstarrung, wenn die selben Menschen die selben Sätze sprechen wie vor zwanzig Jahren? Es rudert aber keiner mehr in seiner langen Bundeswehr-Unterhose. Die Globetrotterisierung schreitet fort.
Ach, herrlich war es.
Bis bald mal wieder, Ihr beharrlichen Helden des großen Stroms, so in fünf, sechs Jahren.
Weil mir gerade Unblogbares wiederfahren ist, schenke ich Ihnen heute “meine Wörter”:
Abby
Babysachen
abgängig
abgetaucht
abgewöhnen
Ächz
Callabike
Ballhaus
Camon
Carcassonne Weiterlesen »
Blogg(verb)beginn 20:50 Uhr, aber geschaut habe ich schon von Anfang an. Konnte nur nicht zugleich einen Teller aufgewärmten Ossobucos auf den Knien balancieren.
Als ich mir aber gerade vorstellte, wie die thailändische Witwe immer heimlich Fieberthermometer im Tee des Gatten auflöste, um die Witwenwerdung zu beschleunigen. Die ist noch nicht aufgetaucht und natürlich ein heißer Verdacht. Aber: Die war’s nicht, sonst hätten wir sie schon gesehen.
Zu einfach: Der Bachinger
Zu einfach: Der ungepflegte Strubel oder wie er heißt.
Der Bachinger hat den Vater vom Strubel in den Selbstmord getrieben. Weiterlesen »
Bekloppte Sawatzki plus Margarethe von Trotta plus topaktuelles Thema (durchgeknallt im Arbeitsamt) - das schreit doch nach Grimme. Also beginnt es unscharf, dann Sawatzki beim Meditieren, Musick: Gospelverschnitt? Gegenüber Sawatzki zieht eine Familie ein, putzige 7-Jährige mit Kuschelknut.
Die meisten Tötungsdelikte sind übrigens genauso wenig tatorttauglich wie dieses hier: Da steht der Täter mit der Waffe in der Hand neben der Leiche. Jetzt noch eine Geiselnahme, Weiterlesen »
Durch Rheydt schlendernd, dachte ich: Wenn ich mal das Bedürfnis habe, irgendwo tot überm Zaun zu hängen, dann fahre ich dafür doch lieber nach Bad Oeynhausen.
schrieb ich vorgestern und palaverte gestern Nacht in Düsseldorf mit Kathrin und Aleks über Vor- und Nachteile der Mittelmäßigkeit von Städten. Dass schöne Städte, Dom und so, die Leute nicht so zum Kriegführen anregen, mutmaßte Aleks, worauf ich ins Blaue zustimmte, es sei ja auch kein hoher Nazi aus Köln gekommen. Dafür aber einer aus Rheydt. Lässt sich hoffentlich nicht übertragen. Wir bestellten dann lieber noch ein Bier und wälzten Theorien über die Ursachen von Trennungen und Scheidungen. Soziologisch, nicht individuell. Arbeitsbereich “Mutmaßungen über Unwissen.”
Früher als befürchtet endete mein Gerichtstermin gestern morgen in der niederrheinischen Kleinstadt. Der vorgeführte Zeuge machte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht gebraucht, als Ehemann der Beklagten. Das ist alles eine mutmaßliche Betrügerbande, Kläger, Beklagte, Zeugen, Abschleppdienst, Werkstatt usw. Der Gerichtsvollzieher hatte den Zeugen nur ungern zuhause abgeholt (Vorführung angeordnet, weil mehrmals nicht erschienen). Der sei vor Ort “einschlägig” bekannt. Einschlägig wörtlich zu nehmen. Der Zeuge ließ sich also noch die Rückfahrt bezahlen (Hinfahrt war ja umsonst), die Sache wird jetzt im schriftlichen Verfahren entschieden.
Durch Rheydt schlendernd, dachte ich: Wenn ich mal das Bedürfnis habe, irgendwo tot überm Zaun zu hängen, dann fahre ich dafür doch lieber nach Bad Oeynhausen.
Zu früh für den Friseur, zu spät, noch zu Hause oder im Büro vorbeizufahren, machte ich Pause am Rasthof Frechen. Dort gibt es Segafredo Kaffee, auch wenn es nicht an der Ausfahrt steht. Auf der A3 im Westerwald schreiben sie es inzwischen dran, und da ist es nur Lavazza. Eine sinnvolle Information. Segafredo in Frechen wusste ich aber schon. Zusätzlicher Service: Dort hängt die FAZ aus, dreifach. Ich löste zum Cappuccino das Kreuzworträtsel locker durch. Gegenüber saß ein Herr um fünfzig, sehr adrett, wahrscheinlich ein Kollege aus dem Bereich Mergers and Aquisition, gepflegter Schnäuzer. Am Geldspielautomaten. Stammkunde?
T: Ich bin paddelfertig und will nicht aufwachen, weil der Neoprenanzug so schön warm ist. (Tatsächlich habe ich mich für die Nacht in eine Pferdedecke gewickelt.)
Lit: Buchpreisbuch, Julia Franck: “Marthas Stimme kratzte, sie zog mit der anderen Hand Helenes Kopf zu sich und drückte ihren Mund auf Helenes Mund.” Unverständlich, dieser Vorwurf aus der FAS, die Sprache sei zu sauber. Wie die Vorwürfe der Verniedlichung damals an Kempowski. Wer darauf reinfällt und nicht unter die Oberfläche sieht, ist einfach zu doof. Es geht um Kontraste. Ob das bei Franck gelungen ist, dazu bilde ich mir später eine Meinung.
Bild: “Nazis bejubeln Eva Herman”
Bild.de: “Ist Eva Herman braun oder nur doof?” (Kommentar: Es war ja damals nicht alles schlecht bei der Bild-Zeitung.)
Dass es Konrad Adenauer war, der die erste Autobahn zu verantworten hat, das wird heute auch totgeschwiegen. Wie kann man denn heute noch unbelastet nach Adenau fahren?
ZEIT: Disst Kempowski, wahrscheinlich eingeschnappt über “Ich lese diese Zeitung nicht.”
Mus: Jens Friebe, Das mit dem Auto ist egal (neu) “Frau Baron, das Land auf dem ich wohn gehört Ihnen”
Leichtes Reißen im linken Ellenbogen. Kropfüberflüssiger Gerichtstermin in einer niederrheinischen Stadt (Fahrtzeit gesamt: 160 Minuten). Die Bitte, doch nun im schriftlichen Verfahren zu entscheiden, war ignoriert worden. Die Richterin sinnierte darüber, dass sie nun wohl doch mal eine Entscheidung treffen müsse. Nochmal bei juris nachsurfen und ein paar erfahrenere Kollegen fragen. Thank you for sharing (tyfs)
TV: …
WDR: “Gernhardt ist gestorben und Kempowski auch.” Heute mal kein Nobelpreis für Deutschland.
WDR5, Scala:
“… Robert Gernhardt ist gestorben, Walter Kempowski auch.”
André Eisermanns erklärt, warum es dieses Jahr keinen deutschen Nobelpreiswürdigen gibt.
Sehr angenehme Stimme übrigens, der Herr Eisermann, auch morgens im Mosaik, aber
Wo ist Friedrich Riehl?
Und wieso dachte ich, Doris Lessing habe den Preis schon 1985 oder so bekommen? Weil ich damals schon Bücher von ihr geschenkt bekam, die mich damals schon nicht interessierten?