10. November 2007 - 10:57 Uhr
Auf der stockigen Anfahrt (Unfall A 1, zu viele Autos A 43) hatte ich ein kleines Gesumm, das lautete: “Herne wird ja unterschätzt, Herne, Herne, so hübsche Eckchen, hat doch, denkt doch keiner, dieses Ruhrgebiet.” Das Gesumm erstarb aber, als ich bei Dämmerung und Regen in Herne Mitte einfuhr. “Kulturzentrum” heißt der Backsteinklops, mit Stadtbücherei, Kaschemme und Volkshochschule. Ein herrlicher Ort für die weltberühmten Tage alter Musik in Herne, die der WDR da immer veranstaltet. Eines der weltweit bedeutendsten Festivals für alte Musik. Da denke ich an romanische Kirchlein. Stattdessen: Knallharte braunbeige Stadthallenrealität. NATUR NATUR ICH WILL BETON PUR.
In der hässlichen Garderobe schüttelte der französische Naturtrompeter den Kopf über Herne, ein sehr französisches Weiterlesen »
Kommentieren » | Holde Vögellieder, sopran singt selber
10. November 2007 - 09:11 Uhr
Lesemaschine
Ich lese auch was.
Kommentieren » | Bachmann '07/'08, Bachmann 2.0
4. November 2007 - 21:42 Uhr
Die Mörderin aus dem letzten Münchner Tatort (Metzgerfrau aus der Au) überfährt ein Kind. Dessen Mutter ist Ulrike Krumbiegel, die bekannte Prekariatsdarstellerin aus diversen anderen Tatorten (Osnabrück, Frankfurt). Die kriegt Muttergrimme. Grimmekreuz.
Dass die Mordkommission zum Tatort eilt, aber erst nach Eintreffen festgestellt wird, dass der überfahrene Junge schon tot war, als die Metzgergerti ihn überfuhr, das ist doch nachlässig. Oder wird zu jedem Verkehrsunfall die Mordkommission gerufen.
“Ausm Auto gefallen und Mutti hat’s nicht gemerkt oder was?” Selge ist doch eine coole Sau.
Krumbiegel Hochform: “Hau ab, Du Bulle”, und streckt den Grünen nieder.
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2 Kommentare » | anderswo, Tatort
4. November 2007 - 13:41 Uhr
Heute ein Feiertag: Münstertatort. Alt und Bariton kommen, das heißt: Kein Liveblogging. Liveboggling. Denn. Ich bin schissig mit dem Bloggen, es weiß fast keiner meiner Freunde davon. Sitze ich also da und blogge heimlich in mein Moleskine-Heftchen. Ist dann später aber nicht so leicht online zu kriegen. Ich muss ja erstmal entlettern.
Münstertatort also.
Leichen werden gerne gefunden von Hunden.
Oder Kindern oder Kindern mit Hunden.
Heute Hund mit Kind, dort im waldreichen Münsterland. Die Leiche ist schon älter, ein im Wald verteiltes Skelett. Warum hängt das nicht einfach zusammen? Der Hund holt aus dem einen Loch eine Tibia, das Mädchen aus dem anderen einen Schädel. Und am Fundort taucht der schmierige humpelnde Schreiberling Baltus auf, der Börne als seinen Corpsbruder begrüßt.
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3 Kommentare » | Tatort
2. November 2007 - 19:02 Uhr
T: In meinem Gehirn die Konfiguration für den W-Lan-Anschluss gesucht. (Man kann doch nicht ganz google im Kopf haben)
Lit: Klagenfurter Texte 1983
Mus: Dvorak Kammerkram, gemischt
TV: Shaun das Schaf macht den Konrad Lorenz für fünf Hühnerküken. Die Küken sind gelbe Wollbälle (die Pappscheiben-Garnwickel-Methode) mit roten Schnabeldreiecken.
Radio, Zeitung nix. Bin anderswo.
Am Fleischerwagen ein Kilo Bratwurst gekauft. Die Frauen aus dem Dorf sprechen mich an, ein zwei Fragen-zwei Antworten-Dialog, dann wenden sie sich einander zu und diskutieren das Gehörte ohne mich weiter (heute: Spekulationen über das deutsche Schulsystem).
Ich finde das ungehörig.
Nein, ich finde das sehr lustig.
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