Teufelsbraten (Brahmswochen IV)
Jetzt auf arte - Mittwoch und Donnerstag jeweils 20.15 Uhr im Ersten:
Teufelsbraten, die Verfilmung von Das verborgene Wort von Ulla Hahn.
Gerade tritt Harald Schmidt als Wäschevertreter auf. Auch sonst toll besetzt Nöthen spricht einwandfrei rheinisch, was man nicht von allen Beteiligten sagen kann. Alles sehr authentisch. Wunderbare Mädchendarstellerinnen wachsenden Alters. Hildegard, also, wie Ulrich Nöthen sagt: Hilljaht, später Hilla Palm heißt das Mädchen. Wie Ursula, später Ulla Hahn. Mehr zum Buch später, jetzt erstmal weiterschauen.
Eine Frage, weiß das noch jemand: Ich glaube mich zu erinnern, dass Mädchen die Ranzen mit zwei Schnallen hatten und Jungen die mit einer, könnte aber auch umgekehrt gewesen sein. Ich hatte einen mit Zweien, aber ich war ja auch anders als andere Kinder. In der Eifel bei meinen Vettern und Kusinen hätte es solche Gender-Verwirrungen nicht gegeben.
Ich habe jetzt aus Gründen (Telefon) nur halb hingesehen, ich nehme das am Mittwoch und Donnerstag von ARD auf, um es zu Ostern anderswo in Ruhe anzuschauen, möchte aber jetzt schon preisen, dass das bearbeitete “Mädchenlied” von Johannes Brahms als Musik eingesetzt wird. (Musik von Biber Gullatz und Andreas Schäfer)
Text: Paul “Vögellieder” Heyse.
Auf die Nacht in der Spinnstub’n
da singen die Mädchen,
da lachen die Dorfbub’n,
wie flink geh’n die Rädchen!
Spinnt Jedes am Brautschatz,
daß der Liebste sich freut.
Nicht lange, so gibt es
ein Hochzeitgeläut.
Kein Mensch, der mir gut ist,
will nach mir fragen;
wie bang mir zu Mut ist,
wem soll ich’s klagen?
Die Tränen rinnen
mir übers Gesicht
wofür soll ich spinnen?
Ich weiß es nicht!
(Auch schon mal selber gesungen, das Mädchenlied, als ich noch Mädchen war.)
Stichwort: Brahmswochen, Buch und Text, Film und Fernsehen, Heimatkunde, Holde Vögellieder, sopran singt selberKategorie: Brahmswochen, Buch und Text, Film und Fernsehen, Heimatkunde, Holde Vögellieder, sopran singt selber
