Bachmann 09 – Linda Stift

Linda Stift, geboren 1969, Lektorin, Österreich. Amazon. Leseprobe. Liest zehn Seiten vor. Der Vorstellungsfilm ist vom ORF, Labyrinthe etc., das Übliche: Nach einer Seite weggehen und von der anderen wiederkommen. Schicke Dachwohnung mit modernem Kamin, iMac. Ja, ich träume auch immer davon, noch Zimmer zu finden. Am Ende Spiegellabyrinth. Siehe auch Satanik: Alles voll mit Spiegeln.

Angefangen: Kingpeng. Bruder und Schwester leben zusammen, betreiben einen kleinen Partyservice und berichten offenbar abwechselnd. Schließe ich daraus, dass das 1. Kapitel aus der Sicht der Schwester Kinga und das zweite aus der Sicht des Bruders Nick geschrieben ist. Schöne Beobachtungen und Verbindungen, vom Krabbenbrot zur Explosivbrause der Kindheit, die sie sich mit ihrem Bruder von der Zunge geleckt hat. Mein Bruder und ich haben uns auch mal an der Zunge geleckt gegenseitig, wir zuckten sofort zurück, weil es sich so eklig anfühlte. Vielleicht hätten wir Brause dazu nehmen sollen? Beide haben wohl irgendwelche Defekte, körperliche: Sie eine Beule hinterm Ohr, die ein gewisses Eigenleben führt plus ein Anfallsleiden, er stößt sich immer irgendwo. Das lässt sich natürlich metaphorisch schamlos ausschlachten. Also seelische Defekte natürlich auch, aber klar.

Das Buch bewahre ich mir für den Sommerurlaub auf, im Urlaub lese ich das wahrscheinlich gern.

Kategorie: Bachmann '09, Bachmann 2.0 Kommentieren »


Kommentar schreiben

Kommentar