25. März 2010 - 10:32 Uhr
Für die Lesemaschine beginne ich mit dem dritten Durchgang “Jahrestage” und schaue dafür nach, was der Spiegel im August 1967 schrieb.
Die Zeit hat heute ein Dossier über Missbrauch an der Odenwaldschule, dazu viel Helmuth Kohl. Giovanni di Lorenzo interviewt Helmut Schmidt über Kohl. Ein rührender Bericht über Kohl und “Ecki”, seinen Fahrer, den die neue Frau Kohl nicht mehr empfängt. Oder war das jetzt wieder in der FAZ?
Die Zeit kackt heute possierlich ins eigene Nestchen, das erfreut, ganz ohne Häme. Über ihren Umgang mit Kohl (unterschätzt) und über die Freundschaft von Gräfin Dönhoff zu Hartmut von Hentig, der sich mit erschütternder Hilflosigkeit auf einer Dreiviertelseite gegen die Vorwürfe wehrt, irgendetwas zu tun zu haben mit dem Kindesmissbrauch, den sein Freund Gerold Becker an der Odenwaldschule betrieb. In einem kleinen Zweispalter hätte er gewiss weniger falsch gemacht.
Das Feuilleton steht noch aus. Das kommt mit an die Ardèche, zusammen mit den Jahrestagen.
Jörg Kachelmann bleibt in Haft.
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23. März 2010 - 08:48 Uhr
Wie kann es passieren, dass ich am Dienstag immer noch nicht die “Suada” aus der FAS vom vorvorigen Sonntag gelesen habe? Ständig liegen neue Zeitungen in der Diele, jeden Morgen lädt irgendjemand welche hier ab, der zu viele davon hat. Trotzdem musste ich gestern kurz suchen, als ich was für die Kartoffelschalen brauchte. Die Suada fand ich nicht, die reist zur Zeit zwischen Büro und zu Hause hin und her.
Die Töchter gingen zum ersten Mal alle gleichzeitig zur Bushaltestelle, das bedeutet, dass eine von ihnen zu spät dran war. Ich sah ihnen aber zufrieden hinterher. Der neue Milchaufschäumer Weiterlesen »
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19. März 2010 - 08:16 Uhr
Ohne Notebook in Berlin gewesen.
Auf dem Flughafen Köln/Bonn las ich den Technikteil, darin ein sehr, sehr uninteressanter Beitrag über die Paddelneuheiten bei der diesjährigen “Boot” - die ist sechs Wochen her, und jeder, der sich dafür interessiert, weiß, dass die wichtigen Hersteller dort gar nicht auftreten. Dass Klepper einen Solarantrieb für Faltboote anbietet, ist doch eher eine Information für echte Freaks.
Heute überrascht mich der General-Anzeiger mit einer ganzen Feuilleton-Seite über die Missbrauchsfälle an Odenwaldschule und Ako. Dietmar Kanthak regt sich in einem großen Fünfspalter darüber auf, dass Adolf Muschg pädagogische Nähe nicht von Missbrauch unterscheiden will.
Im Aufsetzer kommt noch einmal Miguel Abrantes Ostrowski Weiterlesen »
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15. März 2010 - 10:59 Uhr
(Eine optimistische 1 ist das, es könnte eine Serie werden).
Mein Tag beginnt damit, dass ich viel zu früh aufstehen muss. 6.30 Uhr klingelt es, da muss ich nicht nur mich selber wachmachen, sondern auch die nicht minder verschlafenen Kinder. Wenn das Jüngste zum Bus gebracht ist, profitiere ich vom frühen Aufstehen: Um diese Zeit erwarte ich mich noch nicht in meinem Einpersonenbüro. Versuch, zu notieren, was nach dem Frühstück von der Zeitung übrigbleibt. In den letzten Wochen las ich alles über Chile und wenig über Missbrauchsfälle in besonderen Gewaltverhältnissen der 70er 80er Jahren. Aufarbeitung ist gut, sollte aber den Opfern dienen. Wundert sich eigentlich irgendjemand? Das wiederum würde mich wundern. Weiterlesen »
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5. März 2010 - 08:44 Uhr
- nach Fahnenkorrektur: Zufrieden über das starrsinnige Beharren auf Arno-Schmidt-Interpunktion in Arno-Schmidt-Zitaten, unzufrieden über das Auslassen von mindestens drei, vier Durchgängen vor Manuskriptabgabe. Fahnenkorrektur ist sowas wie “The Slalom” beim Tough Guy Race - braucht ein gewisses Durchhaltevermögen, bei ausreichender Vorbereitung wäre alles einfacher, und wenn man hier abkürzt, zeigen sie nachher mit Fingern auf einen. Der Setzer soll nicht meine Versäumnisse vom Januar ausbaden. Weiterlesen »
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