Die Nachrichtenlage 6
Von diesem Herrn Hettche habe ich auf einer langen Busfahrt über die Panamericana auf einer Strecke, die vermutlich dem letzten Erdbeben zum Opfer gefallen ist, “Der Fall Arbogast” gelesen. Alt hatte das Buch dabei, und es gefiel mir wie alles, was sie mir je empfohlen hat. Spätere Versuche mit erfundeneren Geschichten von diesem Herrn Hettche endeten meist auf den ersten Seiten wegen Desinteresse. Dieser Herr Hettche schreibt also heute in der FAZ, warum er nicht bloggt. Glaube ich. Sagt jedenfalls Perlentaucher, dass er schreibt, warum er nicht bloggt. Ich habe das nur überflogen und dabei entdeckt, dass dieser Herr Hettche mehrmals “Fräulein Hegemann” schreibt. Das hat in dem Zusammenhang etwas durchaus geplant abfälliges. Ich bin der Meinung, dass man auch Teenagern gegenüber höflich zu sein hat, auch bei Verfehlungen. Die Anrede “Fräulein” ist heutzutage überholt und – wenn von heutigen Menschen benutzt – bekanntermaßen frauenfeindlich.Dieser Herr Hettche – für Männer gibt es ja keine dem “Fräulein” entsprechende Anrede – kann also schreiben, was er will in der FAZ, meinetwegen auch, warum er nicht bloggt, aber so, lieber dieser Herr Hettche, kommen wir nicht ins Geschäft. Erstmal zurück in die Kinderstube, dann weiterschreiben.
Kategorie: abseits und alltags, Buch und Text, überzwerch Kommentieren »
