Bachmann 2010 wirft seine Kandidaten voraus.

Interessante Theorien bei Wasweissich.
Update 1. Juni 2010: Jetzt auch mit Videoportrait. In diesem Jahr müssen die meisten draußen herumgehen, wobei mitunter auf die so wichtige Großaufnahme gehender Füße verzichtet wird. Rolltreppen und Spiegel wurden offenbar auf den Index gesetzt, Peter Wawerzinek ist es aber gelungen, trotzdem zerbrochene Spiegel einzubringen, indem er davon redet. Judith Zander  profitierte vom Regenwetter – da sieht man das Mecklenburg-Vorpommersche Ortsschild in einer Pfütze. Mehrfach darf die Automatische Literaturkritik in diesem Jahr den Minuspunkt für Überblendspielereien vergeben. Wer jetzt einwendet, das sei doch alles nicht die Schuld der Autoren, der hat einerseits recht, sollte sich aber andererseits mal das Spiegel-, Gehende-Füße-, Schatten- und Überblendfreie Videoporträt von Aleks Scholz anschauen. Ihr habt es in der Hand, und im Jahr drei der Automatischen Literaturkritik kann niemand mehr behaupten, er habe von nichts gewusst.
Dieses Mal übrigens kein Vertreter einer Autorennationalmannschaft dabei. Die Österreichische verdrängt heuer die sympathischen Siegertypen vom ORF, die sonst gegen die zusammengewürfelte Literatenmannschaft spielen.

Volker H. Altwasser

1969, Greifswald/Rostock, Wikipedia, Elektronikfacharbeiter, Heizer und Matrose, Literaturinstitut Leipzig, Häschenschule 2000, http://www.volkeraltwasser.de/Buch u.a.: Letztes Schweigen.  Ein Abwrackroman wird am Tag nach dem Wettbewerb erscheinen. Schon mal was von ihm gehört, Radiointerview wahrscheinlich, als der Naziroman rauskam. Buch bestellt.

Thomas Ballhausen,

1975, Wien/Wien, WikipediaKritik im Standard zu “Die Unversöhnten“. Schwierig. Mythologie habe ich immer blaugemacht. Im Juli erscheint im Haymon-Verlag “Bewegungsmelder”. Bloggt unter Projekt Berggasse. Leseprobe aus “Geröll”.

Dorothee Elmiger,

1985, Wetzikon/BerlinDebüt August 2010 bei DuMont: “Einladung an die Waghalsigen“, Häschenschule 2009, Schweizerisches Literaturinstitut, Literaturinstitut Leipzig. Dorothee Elmiger bloggt mit.

Christian Fries,

1959, Duisburg/Münster”Vater gibt seinen Weinhandel auf” (2009), auffallend nicht erhältlich, mehr zum Buch beim Verlag.

Sabrina Janesch,

1985, Gifhorn/Cottbus, http://www.sabrinajanesch.de/ bzw. http://www.sabrinajanesch.de/blog/,  Literaturinstitut Hildesheim.

Josef Kleindienst,

1972, Spittal/Wien, z.Zt. Deutschlektor im Jemen, war “schon in den verschiedensten Berufen tätig” – Auch Polizist und Millionär? Der hat jedenfalls den gleichen Skalp. Nein, das dann doch nicht.

Hörprobe statt Leseprobe .

Christoph Koelble,

1982, München/Königsdorf und Berlin, Literaturinstitut Leipzig, “Wenn es klopft” (2009) mit Leseprobe.

Daniel Mezger,

1978, Brugg/Zürich, Schauspieler, Musiker, Autor, http://www.danielmezger.ch/, Schweizer Literaturinstitut.

Verena Rossbacher,

1980, Bludenz/Berlin, Literaturinstitut Leipzig, Verlangen nach Drachen (2009) bei KiWi mit LeseprobeEin Titel, bei dem ich das Buch normalerweise nicht mal in die Hand nähme. Trotzdem bestellt..

Max Scharnigg,

1980, München, Süddeutsche Zeitung u.a., Kolumnen etc., Jetzt.de, Buch: Hotel Fatal wird bei Amazon oft zusammen mit “Tüte oder sowas” (Ulrike Sterblich) gekauft.

Leseprobe: Das mit Anne und Nora (jetzt.de)”Hotel Fatal”, ein Buch über nun ja: Hotels. Ist das ein Nörgelbuch? Auf heitere Weise wird dargestellt, was Hotels alles falsch machen können? Bestimmt tue ich ihm Unrecht, aber für Klagenfurt spielt das Buch sowieso keine Rolle, ich muss es also nicht lesen..

Iris Schmidt,

1967, Hamm/Düsseldorf, Sozialpädagogin, Judotrainerin, Roman Höllenkinder - auffallend minderprätentiöses Autorenfoto, der Gegenpol zu Verena Rossbacher? Buch bestellt..

Aleks Scholz,

1975, Gera/Dublin, Tough-Guy-Race-Finisher 2008, 2009, 2010, Veröffentlichungen: http://homepages.dias.ie/~aleks/pub.html - Persönlich bekannt. Ich freue mich, dass er eingeladen ist. Sonstige Werke: Lexikon des UnwissensVerirren

Peter Wawerzinek,

1954, Rostock/Berlin. Klagenfurt-Teilnehmer 1991, damals Bertelsmann-Stipendium, “Moppel Schappick”

“Er brach sein Kunststudium ab und übte bereits die verschiedensten Berufe aus, u.a. war er Totengräber und Tischler, in den 80ern Performance-Künstler und Stehgreifpoet.” (auf bachmannpreis.orf.at, Schreibweise übernommen, aber vielleicht schreibt man Stegreif ja jetzt so.)

Autorenhomepage: http://www.wawerzinek.de/, dort auch Leseprobe aus dem neuen Roman.

Judith Zander,

1980, Anklam/Berlin, Literaturinstitut Leipzig, Lyrikpreis beim Open Mike 2007, Buch: ”Dinge, die wir heute sagen” erscheint im Oktober 2010

Kategorie: Bachmann '10, Bachmann 2.0 2 Kommentare »

2 Reaktionen zu “Bachmann 2010 wirft seine Kandidaten voraus.”

  1. Clemens Setz

    Hui, es geht wieder los!

  2. sopran

    Ja, es geht wieder los. Und mit Aleks Scholz ist dieses Jahr auch wieder ein Freund dabei. Komm doch mal wieder hin!


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