Sopran

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In Österreich ist das Wetter nicht so gut wie hier, hörte ich gestern. In Südfrankreich auch nicht: Mindestens 15 Tote bei Überschwemmungen im Departement Var, vor ein paar Tagen stand Revel komplett unter Wasser, der Marktort in der Nähe von Anderswo. Bestes Brot zu kaufen und lustigste Touristen zu sehen. Love ‘em all, gehöre ja dazu, nur ohne Partnerlookpartner. Read the rest of this entry »

Sechsunddreißig Grad, kein Ventilator

Offenbar liegt meine ideale Betriebstemperaturtur inzwischen etwas höher als früher. Bei sechsunddreißig schawülen Graden wieder Hoffnung geschöpft, Zusammenhänge entdeckt zwischen den Kapiteln, rote Fädchen, noch etwas unordentliche. Mal wieder in der halben Stunde vor dem Wegmüssen kleine Durchbrüche boschgehämmert.

Dem Scheinriesen die Hand gereicht.

Experimente II

Heute: Guarana-Pulver.

Riecht genauso wie Kolanuss, bestimmt haben sie mich beschissen und mir (kicher kicher) zwei Tüten gemahlenen Grind verkauft. Offenbar lässt sich der Geschmack wirklich nur in geschmolzenen Gummibärchen auflösen (z.B. Chamane Energy Drink und alle anderen Guaranalimos und -drops).

Heute härterer Teststoff, ich bin noch unentschieden: Die Frequenzen von Clemens Setz (720 Seiten) oder was Schlimmes über Erzähltheorie.

Das Burger-Buch gestern war zu einfach, da wäre ich auch so wachgeblieben.

Was für ein Schreibehrgefühl:

Ich stellte eine Liste mit Fragen zusammen, mit denen ich zu einem Zauberkünstler in Bern ging in der Absicht, die Materie wie immer genau zu recherchieren. Da hieß es “Zaubersprüche”, “typische Auftrittsorte”, “wie ist die Jacke konstruiert, Details”, “bestimmte Schritte, Bewegungen auf der Bühne”, “Namen für die Requisiten”, “biographische Kuriositäten aus dem Leben großer Magier”, “Fremdwörter: Prestidigitateur”, “Zauberkästen für Kinder” usw.

Experimente I

Legale Wachmacher, heute:

Kolanuss, erhältlich in Pulverform. So müssen ungewaschene Dreadlocks schmecken. Ich mische mit Kakao und heißer Milch, nächstes Mal mehr Kakao.

Härtetest: Versuch, ein Buch zu lesen (Hermann Burger: Die allmähliche Verfertigung der Idee beim Schreiben).

Das Buch ist ein Schatz, und nachgetragen eine Frage an Jens Petersen: Ist das ein Burger-Zitat, dass Sie in einem Cabrio durchs Tessin brausen? Falls das überhaupt das Tessin ist.

Aus dem Notizblog

Borreliose ist nur wenig heilbarer als Simulantentum, genießt aber in der Gesellschaft höheres Ansehen.

Jahrelanges Studium von Pschyrembel und Dr. House haben nicht gereicht. Oder liegt es am Team?

Auf der Innenansicht meines Gehirns fand sich so gut wie nichts. Leider auch nicht das Buch, das ich im September abgeben muss. Read the rest of this entry »

Wenn ich nicht die halbe Nacht im Internet nach Tipps und Tricks für den Toughguy suchen würde, wäre ich morgens würde ich halt nach was anderem suchen.

Es ist ja nicht so, als könnte ich nicht stehenden Fußes einschlafen, sobald ich bequem sitze oder liege. Kaum liege ich gegen zwei im Bett, hat meine unvernünftige Hand wieder dieses Henschel-Buch über Kempowski ergriffen (Da mal nachhaken: Näheres über Walter Kempowski). Hand, Hand! Wie soll man denn da schlafen, vor allem wenn die Augen, die alten Mitläufer… Noch bis zu den Mutmaßungen über Kempowskis Sexualität (als unbescholtener Knabe in Haft genommen, und dann) gekommen, mit ausführlicher Empfehlung von Ira Strübels und Kathrin Passigs Die Wahl der Qual. Alles sicher nicht verkehrt, vor allem die Empfehlung. Eine fleißige Aneinanderreihung von Zitaten, dazwischen Kittsätze. Noch nichts Neues erfahren. Ich werde weiter berichten. Mehr aber: Weiter auf die posthume Veröffentlichung von Kempowskis Tagebüchern warten.

Jetzt irgendwelche -ine einnehmen, mindestens Koffe-.

Nachtrag: Dank an @Horst_Hirst Gesünder: Mandar-, Apfels-, Auberg-, ungesund: Werkskant-

Vorsatz für heute war: Keiner. Mein (quasi legendärer) Tatendrang wurde auch gebremst durch einen Höllenmuskelkater in der rechten Arschbacke. Vielleicht am Laufstil arbeiten? Quatsch, keine Zeit. Sind nur noch knapp drei Wochen, da muss ich vor allem aufpassen, dass mir nicht vorher schon irgendwas wehtut. Also weiter schonen.

“Dress for water not for air” ist die Devise beim Paddeln, und warum sollte das beim Toughguy anders sein? Also ausprobieren, mit wieviel Neopren am Leibe ich noch einigermaßen mit Würde laufen kann. Und im 4° kalten Wasser mach ich sie dann nass, die leichtbekleideten spindeldürren Marathonis. Das Gefühl des langsam sich vollsaugenden Neoprens kenne ich nämlich schon, das schockt kaum.

Hätte Rechnungen schreiben müssen und korrigierte Abrechnung, mal wieder bei der Prozesskostenhilfe zu meinem Nachteil verrechnet. Achach, ihr großherzigen Rechtspflegerinnen, ich liebe Eure freundlichen Hinweisschreiben!

Morgen ist auch noch ein Dienstag. Und nächste Woche schon wieder.

Buch gekauft: Gerhard Henschel über Walter Kempowski. 1984 haben wir uns in Nartum nur knapp verpasst. Um ein Jahr oder so. (Waren Sie schon mal in Bielefeld? Nein? Da müssten Sie meine Schwester kennen, die war auch noch nie in Bielefeld.)

Update

Heute beunruhigende Post von ever smiling Mr. Mouse. Behauptet, es sei nicht mehr lang bis zum 32. Januar. Fünf Liegestütze gemacht und bei Amazon nach Knieschützern gesucht.

Vorsatz gestern: Im Laufe des Tages mal loslaufen. Von Dunkelheit überrascht worden.

Die Toughguyschlappen vom Decathlon stehen hier herum. Soll ich sie erst in der Wohnung eintragen?

Vorsatz für morgen: Klamottenbedarf für -7 Grad erproben. Werde Scheiße aussehen, also doch Dunkelheit? Lieber auf Schlamm warten? Anschließend jedenfalls Sauna.

Buch: Angefangen – gemerkt, wie viel ich schon habe – beruhigt wieder aufgehört.

Aus dem Notizblog

Du brauchst nix zu machen – außer halt das Buch schreiben.
Re: Kleinigkeit, ich habe schon fast angefangen.
Re: Re: weiter so! es gibt bestimmt ein paar andere unangenehme Sachen, die du in der Zwischenzeit stattdessen erledigst…

Wie praktisch, dass mein Bruder es nicht schafft, sich das Aufschiebebuch zu bestellen. Er wird das zuverlässig bis Weihnachten durchhalten. Dann schenke ich es ihm. Read the rest of this entry »

Trendsport Aufschieben?

In dem hier schon zwei bis siebzehnmal erwähnten Buch wird das Aufschieben ja nicht erfunden sondern nur dingfest gemacht, und die Älteren unter meinen Lesern wissen, dass ich schon seit je aufschiebe, sein lasse oder unter Druck dann doch erledige.

Mein Arbeiten dieser Woche hat seinen Plan soeben gefunden. Spätestens morgen gegen 10 Uhr werden auf dem Schreibtisch nur noch die drei Akten liegen. Darüber hatte ich zwischenzeitlich allerlei Papiere angehäuft, endlich eine Buchhaltung eingerichtet, die den Namen verdient und alle Steuerunterlagen der ersten drei Quartale und etwa acht mal so viel andere Papiere sortiert. Nebenher ein Mahnmal aus Altpapierkartons erichtet. Gibt es eigentlich ein Wort für das Verschließen bzw. das Verschlossensein eines Pappkartons per Kartonlaschen-äh-Stülpung? Nein, Stülpung trifft es nicht, Sie wissen schon, wenn man überlappend im Karree faltet. Erfinden Sie eins, das können Sie dann an 3Sat schicken und einen Preis gewinnen.

Jetzt hoffe ich, dass bald wieder ein Kundengespräch anliegt, das nämlich wäre die Deadline für das Indenkellerschaffen des Mahnmals, das dann vom Mahnmal zu schlichtem Altpapier würde. Mein Kellerverschlag ist so leer (bis auf das bisschen Altpapier hinten an der Wand), dass ich noch über Jahre kein Altpapier auf die Straße stellen, also auch den Müllabfuhrkalender nicht suchen muss, der für dieses Jahr sowieso längst im. Ja. Catch-22? Altpapier gelandet sein muss.

Das gar kein Catch-22, sondern bloß ein Umstand, der sich nur mit dreimaliger Erwähnung des Wortes “Altpapier” beschreiben lässt.

Wenn die drei Akten abgelegt sind, nehme ich meinen Zollstock und vermesse Literatur.