Kategorie-Archiv: Film und Fernsehen

Die Nachrichtenlage 5 – Wasserstandsmeldungen

Eine Woche Ardèche, das dort nur spärlich (auf dem Mäuerchen vor der Campingplatz-Rezeption) vorhandene Internet zwischen Dusche und Frühstück nur nach Mails und Pegelständen befragt. Ist hier was passiert?

Die Wasserstände waren oh là là, in der Nacht vor dem Abreisemorgen stieg der Fluss von 80 auf 380 Kubikmeter an. Das ist ein halber Rhein, der da als braune Brühe ein paar Meter unter meinem Zelt entlangströmte. Für die Befahrung der Eierplatte auf dem Chassezac im offenen Zweier-Kanadier am Karfreitag stehenden Applaus von einem herumstehenden Kanukurs bekommen.

In der Lebensrettungsbilanz (zuspät/rechtzeitig) jetzt wieder auf Null. Brückenpfeiler, Strömung, Wurfsack. Weiterlesen

Halb zwölf: Dokumentation über Reinhard Mey im Südwestfunk. Der Meister des gezwungenen Reimes. Lieder, die ich nie aussuchen aber auch nie wegschalten würde, aus Nostalgie. Götz Alsmann empfiehlt, die Stücke mal instrumental einzuspielen. Mey war mit Ulrich Roski und Gesine Schwan in einer Klasse (Französisches Gymnasium Berlin). Gibt es hier außer mir noch Ulrich-Roski-Fans?

Spaßeshalber bei Lastfm das Reinhard-Mey-Radio angeknipst. Gerade singt Hannes Wader Moorsoldaten. Hannes Wader hat auch mal die Winterreise eingespielt, aber das erwähnte ich vor ein paar Jahren hier schon mal. Mein Leser wird sich erinnern.

Ich vermisse Erasmus von Meppen. Melden Sie sich doch bitte mal, das würde mich beruhigen.

Fortsetzung Reinhard-Mey-Radio: Heinz-Rudolf Kunze, Herman van Veen, Konstantin Wecker, Hannes Wader make me feel „Ich, 14″ – aber wie sind Rainald Grebe und Stoppok dazwischengeraten? Und wer ist der Nächste? Ludwig Hirsch? Nein: Klaus Hoffmann.

Hihi, Volker Lechtenbrink: „Ich mag Böll, der so viel weiß“, „Ich mag Breitner und sein Spiel“, …

Gestorben: Domenica Niehoff aus Boos in der Eiffel. Eiffel? War das nicht der mit dem Turm? Genau. In Boos gibt es einen Eifelturm, habe ich ergooglet. Liebe Schreiber von Bild und Welt: Bis morgen je 500 mal „Gustave Eiffel“ und „Vulkaneifel“ schreiben.

Gerhard Schöne, kannte ich bisher nur „Jule wäscht sich nie“ von.

 

Nordwand

„Bitte zweimal Watzmann“, wollte ich an der Kinokasse sagen, schon seit Tagen denke ich immer „Watzmann“, so ein Blödsinn. Aber F. kaufte die Karten. Guckmal, die zwei, bestimmt auch Watzmann, Janker und beige Wolfskin-Jacke, sagte ich auf dem Weg zum Kino.

Als wir später das Kino verließen, hörte ich hinter mir eine Frau „erschossen“ sagen, weitere Rede in haltlosem Gepruste untergehend. „Ah, Burn after Reading“ – so war es uns am Samstag auch gegangen.

Nordwand also, der meine Vorbehalte gegen Filme betonierte, Weiterlesen

AusgeLESEN! (Update)

Sehr geehrter Herr Programmdirektor,

ich wünsche mir eine Literatursendung mit Iris „Haareraufen“ Radisch und Ursula „Zimmermädchen“ März. Erster Stargast: Dieter „Kann gehen“ Moor. (Nicht wieder Willemsen, nicht Moor bitte.)

Vielen Dank für Ihre Bemühungen

Sopran

Widerwillemsen (Verzeihung, musste raus).

Update 29.10.2008

Frau Kaltmamsell, an uns hat noch keiner gedacht, stattdessen Scheck, Schmidt oder Kerkeling. Scheck gut, Schmidt gewiss zu teuer, und was hat Kerkeling nochmal gleich mit Büchern zu tun? Wir müssen wohl unseren eigenen Sender aufmachen.

Was schlagen Sie vor? Welches Buch sollen wir in unserem ersten literarischen Duett besingen?

Kino: Die wilden Hühner und die Liebe

Ja, so geht’s, nie kommt man ins Kino, auf DVD allenfalls ein paar Klassiker, „If these walls could talk 2″ zuletzt, „Wallace und Grommit und die Technohose“ sowie „Komm süßer Tod“, naja. Heute an diesem wundervollen Bonner Sommertag schleppen mich die Töchter ins Kino. Sprießende Brüstchen allüberall, rechts von mir, links von mir und natürlich auf der Leinwand. Unter den anwesenden Kindern, ca. 100, erkenne ich zwei Jungen. Die haben sich vielleicht Aufklärung erhofft. Wie sind sie denn so, die Weiber. Oder es sind Schulfreunde von „Fred“-Darsteller Jeremy Mockridge aus der nahen Clara-Schumann-Schule.

Es geht überhaupt nicht mehr um Hühner, wenn es denn je um Hühner ging. Weiterlesen

Kino: „Du bist nicht Mississippi“, Frau Thalbach

Ich war dann auch 2mal wieder im Kino, und nicht erwünschter Zufall sah ich dort zwei mal Katharina Thalbach in zweiten Nebenrollen. „Du bist nicht allein“ sah ich in Berlin in der Kulturbrauerei. Mal eben aus der – nun ja: kultigen – Hinterhauswohnung gestolpert, dä: Fängt in zehn Minuten dieser Film an. Axel Prahl ist ja auch immer Axel Prahl, aber als Axel Prahl wirklich sehr gut. Verliebt in eine Russin, das hatten wir so ähnlich neulich im Tatort ja auch. Auch wenn die Frau da aus „Inguschien“ kam. Aber ähnliches Beuteschema. Er hat für den Film seine eigenen Klamotten von zu Hause mitgebracht, eine Shorts mit großen Taschen und Leder-Trekkingsandalen. Kein Sankt Pauli-Nachthemd, aber das gehört vielleicht dem WDR. Fabelhaft auch der Alkoholiker, der von der Wohnung aus auf sein Einfamilienhaus schaut, aus dem die Frau ihn rausgeschmissen hat. Weiterlesen

Müde und wasserscheu

Diese zwölfstündigen Nachtfahrten ziehen immer allerlei Gedanken an, die mir blogbar erscheinen, solange ich drinstecke. Dank der zugeführten -ine und des mitgeführten beleuchteten Kugelschreibers bin ich so multitaskingfähig, dass ich sogar was notieren kann beim Fahren. Jetzt bin zu müde für Selbstkritik und lege hier nur das Gekritzelte ab. Ich dachte viel an Wasser und musste auch dauernd welches lassen, denn die -ine (nur harmlose, keine Amphetam-) entwässern, machen durstig usw. Ich höre Zweiraumwohnung, Jens Friebe, Element of Crime, Erdmöbel. Denke über mein Verhältnis zum Wasser nach. Der weiße Hai ist übrigens ein sehr lustiger Film, schauen Sie sich den unter mit dem Vorsatz noch mal an. Der Polizeichef von Nantucket oder wie’s da heißt schwafelt was von seiner besonderen Abneigung gegen Wasser. Das habe doch sicher irgendeinen medizinischen Namen, wird er gefragt. Weiterlesen