Kategorie: Film und Fernsehen


Sandmänner

13. June 2007 - 19:21 Uhr

Vorm Einschlafen das Sandmännchen für Erwachsene: Helmut Schmidt (88, seit 70 Jahren Raucher) und Richard von Weizsäcker (87, diamantenes Sportabzeichen) bei Maischberger. Maischberger immer noch schwanger? Oder stilldement? Studio von Tine Wittler eingerichtet. Orangen! Ist doch gar keine Orangenzeit.

Schmidt steckt die Zigarette falschrum in den Mund, merkt es aber, bevor er den Filter anzündet.

DIE Politiker meiner Jugend.

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“Krieg du mal so ‘ne schöne Unwucht hin”

7. June 2007 - 09:57 Uhr

Wir mal wieder die einzigen, die gelacht haben. Aber wir waren ja auch die einzigen, die sich nicht auf die Untertitel konzentrieren mussten.

“Emmas Glück” gesehen in Toulouse. Ein schöner Film.

Emma (Jördis Triebel) schlachtet zärtlich ihre Schweine auf ihrem sauerländischen Bauernhof. Wehrt mit dem Gewehr die Annäherungsversuche des Dorfpolizisten ab. Strom, Telefon abgeschaltet, Hof vor der Versteigerung. Lässt sich einmal täglich von ihrem ruckeligen Mofa befriedigen. Weiterlesen »

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Tatort: Sabine Christiansen

14. March 2007 - 11:14 Uhr

Ich habe zum ersten Mal nach dem Tatort den Fernseher angelassen. Wir saßen gerade so kuschelig zusammen, das Thema hätte interessant sein können (Sterbehilfe) und die Fernbedienung war runtergefallen. Außerdem: Reinhold Messner immer gleich.

Die Kamera durchs Publikum zeigte, dass hier die selbe Statistenagentur am Werk war: Die sahen alle aus wie der in der Kneipe neben Hollicek, der aussah, als kippe er um, wenn man ihn antippt. Sabine Christiansen “wickelt”, wie es im Eiskunstlauf heißt. Heißt: Sie zwirbelt ihre Beine umeinander. Als müsse sie dringend aufs Klo. Zunehmend dringend. Oder später: Als hätte sie in die Hose gemacht. Weiterlesen »

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Fernsehtipp:

5. March 2007 - 18:01 Uhr

Dokumentarfilm über Dr. Alfred Jahn: “Diese Bilder verfolgen mich”
23.10 Uhr, arte

Ich erwähnte das hier schon einmal.
Service:
Wenn jemand für die Arbeit von Dr. Jahn in Ruanda spenden will, bitte bei http://www.kinderhilfedrjahn.org eintreten oder einfach einen Dauerauftrag einrichten (Kinderhilfe in Ruanda, Kto. 9245, BLZ 74350000)

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Ohne mich zu langweilen

2. March 2007 - 18:33 Uhr

bemerke ich, dass ich meiner Oma nähertrete. Die im Alter der Gleichform der Tage begegnete, indem sie die Attraktionen gleichmäßig zu verteilen suchte, das hieß: Kein Enkelbesuch am Dienstag, weil da schon die Putzfrau kam, kein Kaffeekränzchen an Konzerttagen (drei Abonnements) usw. Die Besuche aus den Nachbarstaaten (England, Belgien, Deutschland) verteile ich über den Frühfrühling und hoffe, dass es im Spätfrühling kein Ende damit hat. Heute hörte ich schon am Klatschen im Flur, dass da noch mehr war als DIE ZEIT – das öde Lehrerblatt, das ich zu Hause nach 20 Jahren endlich abbestellen wollte und nun jeden Freitag freudig begrüße. Dazu kam – schon! – die Amazon-Lieferung mit Max Goldt, Jörg Fauser und einem Film, dessen Titel ich jetzt nicht schreiben kann, weil: Überraschung nichts dagegen. Klammheimliche Freude Hilfsausdruck.

Dafür verrate ich schon mal, was ich gestern gekauft habe: Louis de Funes-Film von 1964.

Dachte wirklich: Amazon hätte auch bis Montag warten können.

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Nachtrag

27. February 2007 - 12:30 Uhr

Oscar für “Das Leben der Anderen”

Spiegel online berichtet von der Siegesfeier. Bröckchen nur:

“Die symbolisiert Manneskraft” strotzt da der sich gerade vermehrende Donnersmarck vor sich hin und meint die “phallische” Oscar-Figur. Später presst er seine schwangere Frau an sich, “die mir immer die Stange gehalten hat”, bevor man sich am “prallen Käsebüffet” labt. Apropos Käse, da spuckt Spon im Nachsatz welchen wieder aus:

“Korrektur: Im Text wurde Sebastian Kochs Freundin zunächst Antje van Cäse genannt. Der richtige Name lautet Carice van Houten. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.”

(Spon zitierte da übrigens Wikipedia, wo man sich einen lustigen Nasobem-Scherz erlaubt hatte.
Sebastian Koch lebt in Berlin und hat eine Tochter, Paula. Die Mutter ist die Journalistin Brigitte Dachboden (u.a. DW-TV). Er war lange mit der Schauspielerin Anna Schrott liiert und ist seit den Dreharbeiten zum Film Brack Book (Zwartboek) Ende 2002 mit Antje van Cäse zusammen.”)

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Tatort #657: Bienzle und sein schwerster Fall (SWR)

26. February 2007 - 18:34 Uhr

Bienzle okay, es gibt Schwaben, die gehen. Keine Frage.

Unmöglich aber, sich, wenn man in diesem Leben oder in dieser Nacht noch Sex haben will, solche Menschen anzuschauen wie diese Tote-Töchter-Eltern. Dann lieber umschalten auf Chapter 5 and 6 von “Angels in America”. Die lagen für diesen Ernstfall schon im DVDings bereit. Zwei Abende hatten wir schon mit 1 bis 4 verbracht. Vor allem mit 3. Man kann da nur zwischen den sehr langen Kapiteln switchen, keine weitere Unterteilung. Das sind 337 Minuten auf 6 Chapter verteilt. Trotzdem anschauen. Meryl Streep als Rabbi und mormonische Schwiegermutter ist great und Mary Louise Parker (das ist die Ruth aus Fried Green Tomatoes) als Harper ist greatgreat und die Männer auch alle. Und sowieso.

Aber könnte mir vielleicht doch jemand sagen, wer der Mörder war? Ich habe nicht sehr lange nach dieser zugegeben auch wunderbaren schwäbischen Zeugin abgeschaltet, die dem Kind das Popcorn verkauft hat.

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Warum ich United 93 nicht sehen werde

6. June 2006 - 01:00 Uhr

Anke Gröner schreibt sehr lesenswert über “United 93″. (Nichts gegen Golf, aber…)

Die einstürzenden Türme blieben mir fern.

Früher war ich ein Fan von trashigen Flugzeugabsturzfilmen. Menschen treffen am Flughafen ein, verabschieden sich, telefonieren, man lernt sie ein wenig kennen, und das Spannende am Film ist: Wer von denen wird überleben, denn immer überleben welche. Ein Flugzeug fällt in die Everglades, in den eiskalten Potomac, auf einen Andenberg… Einer wird zum Helden, zum Beispiel der Passagier, der seine eigene Pilotenlizenz wegen des Suffs verlor. Immer überleben Menschen. Sonst würde keiner das sehen wollen.

Meine (nicht sehr ausgeprägte) Angst vorm Fliegen kommt aus der Idee, dass es sich so besonders dämlich anfühlen muss, in einem Moment zu wissen, dass ich jetzt abstürze, aber doch noch viel Zeit bis zum Aufprall habe. Das kommt mir so zwangsläufig vor, und weil ich nicht wissen will, wie und wie schnell ich sterbe, habe ich vorm Autofahren weniger Angst, obwohl statistisch aber das weiß ja jeder.

Die Menschen in den Flugzeugen begleiteten mich in meine Träume. Nicht, weil sie am Ende tot waren, dann hätten mich auch die anderen Toten verfolgen dürfen. Sondern weil ich bereit war, mir diese Zeit des Wissens vorzustellen. Zeit, zu kurz, um zuende zu leben, aber Zeit, eine SMS zu schicken oder jemanden anzurufen. Und Zeit für Helden.

Ein Flugzeugabsturzfilm, bei dem nicht für einen einzigen Menschen die geringste Hoffnung besteht, das ist mir zu grausam. Es reicht mir schon, über die grausame Wirklichkeit zu lesen.

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5. June 2006 - 23:38 Uhr

Riesenkalauer – “Goethe fisten, nein fausten”, sagt Götz Alsmann, passt ja, ich hangel mich gerade über Crossing Jordan, Prix Pantheon und Zimmer frei zu Better than Chocolate. Im Bett Bionade trinken und dann über anspruchslosen Filmchen einschlafen, zu mehr reicht es nicht.

Im Internet kommt auch nichts mehr.

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Einschalten, jetzt!

26. April 2006 - 15:32 Uhr

WDR Fernsehen.
“Höllentour” von Pepe Danquart.
Der Tour de France-Film.
Vor drei Wochen mit den Voisinen in Anderswo angeschaut, der kleine Platz in Montolieu vor meinem Lieblingslokal ist Schauplatz dieser wunderschönen Szene, in der eine Polizistin ein paar Leute zusammenscheißt, weil sie ihr Kind auf die Straße laufen lassen.
Der vachement wahnsinnige französische Tour-Experte immer mal wieder.
Etappenorte raten.
Zabel und Aldagh jammern sich abends im Hotel was vor.
Mont Ventoux.
Massensturz.


In Montolieu soll übrigens mal Patrick Süskind gewohnt haben.

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