Quizfrage
10. September 2007 - 18:36 UhrBLS
MOB
BVZ
…?
…?
…?
(ohne Suchmaschining, bitte)
Mein Bruder und Sarah dürfen nicht mitmachen.
BLS
MOB
BVZ
…?
…?
…?
(ohne Suchmaschining, bitte)
Mein Bruder und Sarah dürfen nicht mitmachen.
Obwohl meine Lieblingsumweltkatastrophe Hochwasser ist.
Update: Stärke war 4,4 und das Epizentrum lag “bei Andernach”. Ich sag doch: Der Laacher See steht kurz vor dem Ausbruch. Nur damit nachher keiner sagt, ich hätte ihn nicht gewarnt.
Um dem schalen Zugriffsheischen durch die vermutlich bundesweit erste Meldung des nächtlichen Erdbebens durch mich etwas mehr Glanz zu verleihen, verweise ich hier mal auf das wunderschöne Erdbeben mit Epizentrum bei Heinsberg, das mich in der Nacht zum 13. April 2002 aus dem Schlaf riss.
Ich saß zitternd im Bett und glaubte, ein Panzerbataillon rolle über den langen Flur der rotten Altbauwohnung auf mein Schlafzimmer zu, keuchte immerzu “das Kind, das Kind”, weil das junge Söhnchen am anderen Ende des Flures schlief. Weiterlesen »
Ca. 4:59 Uhr, Erdbeben in Bonn. Wachgerüttelt. Dann noch ca. eineinhalb Sekunden wach erlebt.
Hat das noch jemand gemerkt?
Nachtrag:
Zitiere Freiburger Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau:
ERDBEBENMELDUNG
RP FREIBURG – LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU (LGRB)
LANDESERDBEBENDIENST BADEN-WÜRTTEMBERG
ERDBEBEN BEI : Koblenz/Rheinland-Pfalz
DATUM/UHRZEIT : am 03.08.2007 um 04:58 Uhr Ortszeit (MESZ)
STÄRKE : 4.0 (Magnitude auf der Richter-Skala)
EPIZENTRUM : 50 Grad 25 Minuten Nord und 7 Grad 19 Minuten Ost
WAHRNEHMUNGEN : vermutlich im Umkreis von ca. 50 km um das Epizentrum spürbar
Diese Erdbebenmeldung ist überprüft.
Die Nachricht wurde erstellt am 03.08.2007 um 07:20 Uhr Ortszeit (MESZ).
Die Telefonnummer, die ich als Kind am häufigsten wählte, war die 119. Dort wurde immer wahr gesprochen.
Auch beliebt: Die Nummern, unter denen man Terroristen- und Verbrecherstimmen abhören konnte. Mein kindliches Geschäftsmodell für ein Leben in Reichtum: Einen sachdienlichen Hinweis zur Erfassung des Täters geben. Auch wenn ich es natürlich nicht des Geldes wegen getan hätte. Sondern aus lauter Gründen. Lauteren.
Meine Draußen-Tätigkeiten finanzierte ich mir mit der Arbeit in einem Draußen-Zubehör-Geschäft. Dass dabei wegen gigantischer Personalrabatte Geld zu sparen sei, verdarb ich mir durch geschicktes Reich-Rechnen: Zwar waren die Personalrabatte tatsächlich gigantisch. Aber natürlich sparte ich nicht 120 Mark beim Kauf eines 350-Mark-Schlafsackes, sondern entschied mich lieber gleich für den 500-Mark-Schlafsack, für den mir dann nur 350 vom Lohn abgezogen wurden. Weiterlesen »
2 Kommentare » | abseits und alltags, Arbeit und Aufschieben, Auslese-Blog, Buch und Text, Heimatkunde
Als ich klein war, hießen die Terroristen noch Baader-Meinhof-Bande, und so hieß auch das Spiel, das unsere Eltern vielleicht peinlich-staubig “Räuber und Gendarme” genannt hätten. Es beinhaltete, dass der Terrorist (”Ich bin Baader und Du Meinhof”) einem chancenlosen Opfer auflauerte und statt “Päng” das modernere “Rattattattatta” brüllte. Konspirative Gebüschhöhlen hatten wir auch. Konspirativ, auch so ein Radio-Wort.
Die Gesichter waren mir vertraut, natürlich, die Plakate in den Postämtern, in letzter Zeit gerne literarisiert. Die Leute sahen normal aus, im Elternalter. Meine Eltern waren ordentlich frisiert, aber das galt nicht für alle ihre Freunde. Die auf den Plakaten schauten vorwurfsvoll, aber wer hängt schon gern im Postamt? Die beste Freundin meiner Mutter sah aus wie eine der Frauen vom Plakat und hieß mit Nachnamen auch so. Weiterlesen »
Oben in Saint Denis liegt noch Schnee, auf 520 Metern. Auf France Musique eine dieser wunderbar redundanten Labersendungen, dieses Mal über unterschiedliche Besetzungen bei der Aufführung von Bachkantaten. Gerhard Schmidt-Gaden und der Tölzer Knabenchor, Gardiner und die Cantata Pilgrimage, die Wasserwaage- und Senkblei-Austarierten feinen Japanerstimmchen des Bachkollegiums usw. “Les mots, les mots, les mots” seien bei dieser Art “très important”, dann ein Ausschnitt, ich murmle: Man versteht NICHTS, les mots les mots, und der Sprecher unterbricht und sagt: “Ah on ne comprend RIEN”. Ich harre des Herrn. Isch arre däs ärrn.
Wenn man als einzige Musik nur Bach hören dürfte, wäre das wirklich eine große Einschränkung?
2 Kommentare » | anderswo, Heimatkunde, Holde Vögellieder, sopran lässt singen
Der Geruch ist weg, das ist das Auffälligste. Braunkohle und dieses Putzmittel und das Zweitaktgemisch. Weg. Und das Tuckern der Trabanten. Dass die Karl-Heine-Straße nicht neu geteert ist, das wundert mich. Wie oft werden in Bonn die Straßen neu geteert? Doch locker einmal in 16 Jahren, oder täuscht das? Mir fiel auf, wie wenig sich geändert hat, wie viel DDR noch da ist abseits der sorgsam geschminkten Innenstadt. F. findet alles viel zu neu, viel zu geleckt, so wenig übrig von dem Leipzig, das sie kannte aus der Kindheit. Doch dann findet sie Pflastersteine, Gullideckel, die alten Garagen und Zündelbuden für ihre Backpulversprengexperimente. Weiterlesen »