Sopran

mezzo
Twitter
Follow me on Twitter

Vorausgeworfene Schatten

Bachmannpreis 2011 wirft seine Schatten voraus: Im Musilhaus wurden die Teilnehmer des Klagenfurter Literaturkurses bekanntgegeben. Ich freue mich, dass Martin Fritz dabei ist, der im vorigen Jahr von dort für den Standard fm4 gebloggt hat und mir als Zuschauerin des Open Mike 2009 mit einer Eichhörnchengeschichte eine große Freude gemacht hat. Eichhörnchen und Autor sind im Bachmannpreisbuch erwähnt. Die Wettbewerbsteilnehmer werden am 24. Mai bekanntgegeben.

Der letzte Blogeintrag stammt von Anfang Februar. Was seitdem geschah: Read the rest of this entry »

Tough Guy 2011

Eine Verhöhnung guter Angriffskriege:

Übrigens.

Ich lebe noch. Erkläre die Blogpause mit einer wasserreichen Reise über die Pfalz und das Jura ins südfranzösische Departement Aude, über Dordogne, Nizza und Italien nach Slowenien, von dort durch Österreich, Bayern, Franken, Thüringen, Sachsen nach Brandenburg und über Berlin zurück nach Hause. War alles schön. Später vielleicht mehr. Bis dahin nehmt dies, mein Lieblingsbild des Sommers:Friedhofstrecke Soca/Slowenien, Ausgangsschwall

Soca (Slowenien), Friedhofstrecke, Ausgangsschwall.

Die Nachrichtenlage 5 – Wasserstandsmeldungen

Eine Woche Ardèche, das dort nur spärlich (auf dem Mäuerchen vor der Campingplatz-Rezeption) vorhandene Internet zwischen Dusche und Frühstück nur nach Mails und Pegelständen befragt. Ist hier was passiert?

Die Wasserstände waren oh là là, in der Nacht vor dem Abreisemorgen stieg der Fluss von 80 auf 380 Kubikmeter an. Das ist ein halber Rhein, der da als braune Brühe ein paar Meter unter meinem Zelt entlangströmte. Für die Befahrung der Eierplatte auf dem Chassezac im offenen Zweier-Kanadier am Karfreitag stehenden Applaus von einem herumstehenden Kanukurs bekommen.

In der Lebensrettungsbilanz (zuspät/rechtzeitig) jetzt wieder auf Null. Brückenpfeiler, Strömung, Wurfsack. Read the rest of this entry »

Zustände

- nach Fahnenkorrektur: Zufrieden über das starrsinnige Beharren auf Arno-Schmidt-Interpunktion in Arno-Schmidt-Zitaten, unzufrieden über das Auslassen von mindestens drei, vier Durchgängen vor Manuskriptabgabe. Fahnenkorrektur ist sowas wie “The Slalom” beim Tough Guy Race – braucht ein gewisses Durchhaltevermögen, bei ausreichender Vorbereitung wäre alles einfacher, und wenn man hier abkürzt, zeigen sie nachher mit Fingern auf einen. Der Setzer soll nicht meine Versäumnisse vom Januar ausbaden. Read the rest of this entry »

Lebendmeldung

Mit der Tatortberichterstattung ist es nun so eine Sache – der neue Chor probt am Sonntagabend, und bisher habe ich es noch nicht geschafft, den Aufnehmer zu programmieren. Echtzeit fällt sowieso weg. Aber wer liest denn dann hier überhaupt noch?

Buch ist fertiggeschrieben und vom Verlag durchgewunken worden. Sagt sich so locker, tatsächlich war die Arbeit am Ende steinig oder besser: mit großer Steinschlagangst behaftet. Erscheinungstermin jetzt 10. Mai 2010. Dann vermutlich noch viel größere Steinschlagangst.

Zeit für Urlaub: Anderthalb Wochen nach Abgabe fuhren wir nach England zur zweiten Tough Guy-Teilnahme, dieses Mal mit dem Auto, um auch was vom Land zu sehen. Read the rest of this entry »

Kopf auf Grund

Die Hoffnung, dass mir ein Tag auf einem wilden Eifelbach ordentlich den Kopf durchspült, hat sich erfüllt – 32 Kilometer statt ans Buch ans Überleben gedacht, ein großer aufregender Spaß. Und heute dann klarere Sicht. Die drei Männer, die mich mitnahmen, machen sowas schon seit zig Jahren, des einen Boot ist 30 Jahre alt. Die Lieser ist ein Hochwasserflüsschen mit richtigem Wildwasser, Steine, Wellen, kleine Schluchten mit engen Kurven.

Der Lieserpfad, sagt jemand, sagt Manuel Andrack, soll der schönste Wanderweg der Welt sein, aber ich glaube, der Andrack kennt jetzt auch nicht alle. Wahrscheinlich einer der schönsten der Eifel. Read the rest of this entry »

Ersatzprogramm

Bis ich mal wieder was blogge, angenehme Unterhaltung:

Tatort #731: Bittere Trauben (SR)

Gegen 20 Uhr aus Ostfalen gekommen, Sonnenbrand zwischen Helm und Kragen und an den Armen, der Rest war ja gut verpackt. Unmutig und erschöpft gewesen, der größte Erfolg heute war: Den Anfängern zeigen, wie man auf der Wildwasserübungsstrecke wirklich jedes Kehrwasser verratzen und gegen jeden Stein rückwärts dameln kann ohne ins Wasser zu fallen. Und dabei noch die ganze Zeit gelacht. Schön war trotzdem.

Wieso jetzt in dem Saarland-Tatort der Konstantin Wecker den Vater vom bayerischen Kommissar spielen muss, das will mir nicht in den Sinn. Moselwinzersetting heute, das gefällt mir natürlich. Ist aber auch egal, ob mir’s gefällt, ich habe um drei Lammkoteletts und einen halben Büffelmozzarella mit Kirschtomaten die erste halbe Stunde verpasst, werde gleich telefonieren nebenher und bitte daher um Verzeihung. Das wird hier heute nichts mit mir.

Fotzenbart heißt das im Volksmund, was der Stefan Dudenhöfer da um den Mund herum hat. Und die Frau Dudenhöfer hat eine super rosa Bluse und spricht schön Saarländisch. Der tote Weintester heißt Lieser, und die Lieser ist ein Nebenfluss der Mosel, das kommt schon hin. Ach egal.

Ich geb auf. Machen Sie gerne in den Kommentaren weiter!

Die Paddelsachen aufhängen, das Boot in die Garage schieben, die Katze streicheln, dann Büro, später die Kaninchen aus dem Ferienlager holen. Hier ist der Frühling explodiert, Kirschblütenschnee auf der Terrasse.

Neues Rettungsmesser kaufen, das Sicherheitspäckchen fürs Boot überprüfen: Wurfsack, 2 Seilrollen, Prussik, Bandschlinge, HMS-Karabiner, 1. Hilfe-Päckchen, Kathrins Rettungssack. Read the rest of this entry »