Sopran

mezzo
Twitter
Follow me on Twitter

.

Sonett für Angela: Nobelpreis-Dankesrede 2031

 

Meine Damen und Herren, verehrte Geschöpfe,

ich danke Ihnen für diesen Preis.

Ich danke für klatschnasse Pinguinköpfe,

und für deren Schatten am Eis.

 

Ich danke für Hüte und Chormusik,

für Schornsteinfeger und Seife.

Ich freue mich auch über Quantenphysik,

auch wenn ich sie nicht begreife.

 

Ich danke für Malkunst in uralten Höhlen,

für Windräder, Mondkarten und Ukulelen,

für freundliche Menschen in Klagenfurt, die

 

auf Gummischwimmtieren entgleisten.

Ich danke der Schwedischen Akademie

und Angela Leinen am meisten.

 

Clemens J.  Setz

 

Hier kein Chat?

Jetzt aber:

Bachmannchat hier https://www.hipchat.com/gnSuEh2L8

Nur irgendeinen Vor- und Nachnamen eingeben.

 

Wir treffen uns zur Zeit in einem Google-Hangout. Ich bin leider zu blöd, den öffentlich zu machen und ihm einen eigenen Link zu geben.

Bitte melden, dann füge ich euch hinzu.

Wir suchen parallel noch nach einer Lösung, für die man nicht irgendwo Mitglied sein muss.

Liebe Freunde der gepflegten Unterhaltung,

ich habe heute Nacht noch versucht, eine Chatmöglichkeit zu finden, aber wegen Müdigkeit bald aufgegeben. Wenn Interesse an Chat besteht: Könnt Ihr bei der Suche helfen? Wenn Ihr etwas findet (Vorgaben: Kostenlos, keine umständliche Anmeldung, am liebsten auch Möglichkeit zum Moderieren) bitte melden, ich richte das dann hier ein.

Wenn alle bei Skype wären, könnten wir uns dort treffen.

Facebook-Chat?

Grüße aus dem Klagenfurter Lendhafen, der Regen hat aufgehört, im T-Shirt geht’s.

Ich möchte Teil eines Literaturpreises sein!

Vergangenen Dienstag wurden in Klagenfurt die diesjährigen Kandidaten für den Bachmannpreis bekanntgegeben.
13 der 14 sind auch Kandidaten für den Automatische Literaturkritik Preis der Riesenmaschine, den wir heuer schon zum 7. Mal vergeben.

In diesem Jahr soll das Preisgeld (bisher je 500 Euro) etwas weniger dürftig ausfallen und durch eine Crowdfunding-Kampagne zusammengespendet werden.

Hier spenden

und eine von vielen schöne Prämien anfordern. Oder einfach so spenden, geht auch.

Es wird jetzt ein bisschen persönlich und ein bisschen allgemein. Und ein bisschen pathetisch.

Sibylle Lewitscharoff hat in Dresden eine Rede gehalten (Download als pdf hier): “Von der Machbarkeit. Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod”. Sie hat einige wichtige Themen angesprochen. Die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin und der Pränataldiagnostik können missbraucht werden. Sie können dazu führen, dass das perfekte Kind hergestellt werden soll. Sie können dazu führen, dass bestimmte Behinderungen aus unserer Welt weitgehend verschwinden. Und dazu – das geschieht bereits täglich – dass Eltern, die zum Beispiel ein Kind mit Trisomie 21 haben, gesagt bekommen, so etwas sei doch heute nicht mehr möglich. Read the rest of this entry »

Tatort: Aus der Tiefe der Zeit (BR)

Nicht erschrecken!

Hier wird heute tatortgebloggt.

Dominik Graf also, ein richtiger bekannter Regisseur, was man daran erkennt, dass alle durcheinanderreden – der Leitmayer mit seinem Navigationssystem und mit dem Ivo per Freisprech, parallel zu irgendwelchen Leuten, die sich über eine plattgemachte Grundschule streiten. Sprengelbedarf. Baulöwe. Dazu Bilder wie von Instagram. Der Leitmayer wohnt in der Wohnung vom Mampfred in einer stillgelegten Nähmaschinenfabrik. Wasserschaden. Gentry, ick hör dir trapsen. Read the rest of this entry »

Rangliste der Jury

Bachmannpreis fand in diesem Jahr für mich anderswo statt als hier, nämlich hier auf Taz online und hier bei Twitter und im Klagenfurter Lendhafen. Dazu eventuell später mehr.

Irgendwie taucht das Problem zum ersten Mal auf, oder ich habe es übersehen. Zähle jetzt Ingeborg-Bachmann-Preis mit 1,5 Punkten, weitere Preise mit je 1, jede zusätzliche Nominierung mit 0,5. Dieses Jahr auch mal Durchschnittswerte genommen. Read the rest of this entry »

Rangliste der Jury

Eingetroffen in Klagenfurt, muss ich feststellen, es ist wie immer, nämlich: Wie immer. Ich bin mir inzwischen sicher, dass das hier nicht der letzte Bewerb ist. Trust me, ich habe schließlich auch in der Volltext-Ausgabe zum Wettbewerb die Farbe der Taschen richtig weisgesagt. Außerdem durfte ich etwas für den Standard über den Bachmannpreis und seine Beobachter im Internet schreiben. Read the rest of this entry »

Frau Monschein geht. Als ob…

Frau Monschein

Als ob nicht Frau Monschein nach fast 12 Jahren Bachmannpreisorganisation zum Abschied mit Kärntnerliedern, wehmütigen Reden und Blumensträußen überhäuft worden wäre. Wenn es sich um eine normale Personalentscheidung handelte, wie mir die Pressestelle des ORF auf meine Frage weismachen wollte:
“Wir bitten um Verständnis, diese Entscheidung zu akzeptieren, dass es nach zwölf Jahren auch eine Änderung geben darf. Diese wurde auch nicht getroffen, weil die Arbeit von Frau Monschein rund um den Bachmannpreis angezweifelt wurde. Sie hat hervorragende Arbeit geleistet.”

Ich kann mir schon kaum vorstellen, dass es Tage der deutschsprachigen Literatur vor Frau Monschein gegeben haben soll, geschweige denn. Michaela Monschein hat einen eigenen Aggregatzustand, der es ihr erlaubt, praktisch fließend immer genau da zu sein, wo sie gebraucht wird. Read the rest of this entry »

Innenstadtaufwertung mit Amazon

Jetzt Katzenjammer, weil der Buchladen zumacht, der früher Bouvier, Röhrscheid, dieser eine Künstlerbedarfladen Strömer + Emons und noch ein paar Andere war. Die Maßstäbe von Gut und Böse verschoben sich über die Jahrzehnte. Heute ist Thalia, dieser Laden, der das Metropol erhalten und der Innenstadt ein ganz gutes Café mit schöner Aussicht verpasst hat, ein bisschen böse, aber doch noch lange nicht so böse wie Amazon oder gar das E-Book. Read the rest of this entry »

Am 31. August ist Weltaltglastag.