1. March 2012 - 19:37 Uhr
“Erwachsen ist man, wenn man Ivar nur noch im Keller hat”, sagte vor gut 20 Jahren der ehemalige Mitbewohner. Vor Billy schützte das nicht. Billy war seriös, neutral, Billy war überall. Dank Ikea muss sich niemand für die Aufbewahrung seiner Bücher überschulden. Niemand zwischen wackeligen Bücherstapeln wohnen. Ich wohnte in einem Haus mit eingebauten Regalen, meine knapp 60 laufenden Meter Bücher füllten sie nicht mal zu einem Drittel. Dann zog ich um. Ein insgesamt vorteilhaftes Tauschgeschäft, selbst für die Einbauregale bekam ich hübschen Ersatz in Gestalt von modernen Quadratelementen, die ich mir sonst nicht hätte leisten können. Sie stehen im Wohnzimmer und beherbergen die Günstlinge unter den Büchern. Bücher, die ich noch einmal lesen möchte, von denen ich will, dass Freunde sie sehen und ausleihen, die ich noch nicht gelesen habe (aber sicher noch lesen werde), schöne Bücher.
Über den Hof gibt es ein Arbeitszimmer. Es brauchte Regale. Hier wohnen zum Beispiel Reiseführer. Bücher, die ich zum Bücherschreiben brauche. Nachschlagedinger. Alles, was zu schade oder nützlich für das (mutmaßliche) Endlager im Keller (z.Zt. 30 Kartons) ist. Viel Geld war nicht mehr übrig. Okay, also Billy, war mein Reflex. Ich hob bei Ikea in der SB-Halle einen Billy-Karton an und fluchte, drecks Spanplattenkacke, nie wieder wollte ich. Durchforstete das Internet nach Holzmöbeln. Fand etwas Praktisches beim Ökomöbelanbieter, Kiefer, nun ja, aber variabel. Leider nur lackiert, nicht geölt. 1600 Euro. Aber verdammt, sieht das nicht aus wie Ivar?
Ich kaufte 2,4 Meter Ivar mit ein paar Schranktüren für 160 Euro. Ölte alle Teile mit Pinsel und Lappen. Brauchte ein paar Minuten, um alles zusammenzubauen. Ein paar Minuten länger für die Schränkchen, die das Stützkreuz überflüssig machen (Stützkreuz ist für Mädchen). Es ist okay. Alles passt rein. Es riecht gut. Es ist ein gutes ehrliches billiges Möbel aus echtem Holz.
Die letzten Billys sind im alten Haus geblieben.
Erwachsenwerden 2012?
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9. December 2011 - 10:30 Uhr
Mal sehen, wann ich wieder was zu Bloggen habe.
Gelegentlich schreibe ich etwas in google+ hinein.
Vielleicht möchten Sie mir auch dort folgen.
….
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24. December 2010 - 09:26 Uhr
1 Kommentar » | abseits und alltags
24. October 2010 - 19:54 Uhr
Ich wollte schon kneifen, gerade aus Frankreich wieder gelandet. Bobrowski natürlich “must”, war der alte braune Passat nicht schon mal Schrott?
Der 15-jährige Florian ist tot, gestorben an einem hippen Energiemilchgetränk, Vitaminale oder so. Irgendwo in der Molkerei hat wohl jemand die E102-Konzentration erhöht. Florian ASS-Allergiker und bums.
Das der Pflicht halber.
Warum ich mich nun doch einschalte: Die Molkereikarrieretochter geht also zu Florians Vater, Beileid und so, besseres Gewissen, bessere Presse, wenn man sich entschuldigt. Unterhält sich mit dem Mann an der Wohnungstür, schaut so ins Wohnzimmer rein, und wer liegt da? Der tote Florian. “Ich darf ihn für einen Tag dabehalten”. Das schreibe ich jetzt hier hin, damit es noch mehr Leute wissen: Auch wenn jemand im Krankenhaus stirbt, auch wenn jemand obduziert wird, gehört die Leiche nicht dem Beerdigungsinstitut. Die Angehörigen dürfen die tote Oma, den toten Sohn, das totgeborene Baby mit nach Hause nehmen und in Ruhe Abschied nehmen. Und wenn es nicht besonders heiß ist oder strenge Chemotherapie die Zellen angegriffen hat, fängt die Leiche dabei auch nicht an zu stinken.
Das war’s fürs Erste.
(Weil hierher verlinkt wurde: Wikipedia über Aufbahrung.)
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2. July 2010 - 10:31 Uhr
- 2. Finalrunde 1978, Tag der “Schmach von Cordoba”
- Viertelfinale 2006, Deutschland-Argentinien
- Viertelfinale 2010, Deutschland-Argentinien
(Besuche im Phantasialand – vier Jahre jeweils verweise ich meine Kinder auf die Viertelfinalchance Deutschlands bei der WM. Auch dieses Jahr haben sie wieder Glück. Vielleicht wieder so viel wie vor vier Jahren, als wir zum Elfmeterschießen wieder zu Hause waren. Die Aussicht auf anstehfreies Wildwasserbahnfahren schlägt sogar die Fußballbegeisterung der Zwei. 1978 gab es übrigens kein Viertelfinale, da wurden nach den ersten Gruppenrunden neue Gruppen gebildet.)
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1. July 2010 - 16:01 Uhr
Ich habe mich möglicherweise ungeschickt ausgedrückt gestern: Selbstverständlich, liebe FAZ, finde ich es voll super, dass Ihr 104 Zeilen über die Tätowierung von Bettina Wulff in eure Zeitung schreiben lasst. Womöglich würden wir sonst immer noch ohne Bundespräsidenten dastehen.
Und morgen bringt Ihr mir schön wieder die Zeitung ins Haus, auch die von heute.
Das Fehlen der FAZ ist heute nicht ganz so schlimm, wie es wäre, wäre nicht Donnerstag, und die dicke ZEIT füllte den Platz. Bereits jetzt möchte ich mich bei Harald Martenstein für “Vollbild Manufactum” und den darum herum gestrickten Satz bedanken. Und für den letzten.
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17. June 2010 - 11:42 Uhr
… info@t-mobile.de
Der sehr geehrte Kunde.
Der Anspruch ? 8300506600
Wir wollen Sie, von der existierenden Verschuldung,
nach den internationalen Gesprachen in Kenntnis setzen.
In die Ubereinstimmung mit jetzigen Schatzungen auf das
Roaming sollen Sie 53,15 Euro.
Das Ausdrucken Ihrer Gesprache im beigefugten
Dokument gebracht zu werden.
(Was das heißt, wird bestimmt in beigefügter Zip-Datei erklärt)
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26. April 2010 - 08:32 Uhr
FAS, FAZ, General-Anzeiger zum Frühstück (das Wochenende ohne Zeitung im Lippischen verbracht).Im General-Anzeiger Leserbriefe zur Einstellung der Festspielhauspläne. Um ein Haar wäre ich dem Verein für die Erhaltung der Beethovenhalle beigetreten. Ist jetzt nicht mehr nötig.
Paul Schäfer ist gestorben. Colonia-Dignidad-Schäfer. In Bonn bestand von 1961 bis 1966 ein Haftbefehl gegen Schäfer, der sich 1961 mit seinen Anhängern nach Chile absetzte und dort die Kolonie gründete. Neuer Haftbefehl in Bonn erst wieder 1997 auf Betreiben von Amnesty International. Warum wurde der Haftbefehl 1966 aufgehoben?
Erinnert mich an diverse Online-Zeitungen (inkl. DIE ZEIT), die neulich titelten: “Margot Honecker hat Beben gut überstanden”.
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19. April 2010 - 07:41 Uhr
Der norwegische Ministerpräsident, so berichtet die FAZ, habe sich in New York ein iPad gekauft, um damit aus der Ferne sein Land zu regieren. Angela Merkel dagegen habe von Arnold Schwarzenegger eines geschenkt bekommen. Inzwischen regiert sie ihr Land wieder von zu Hause aus.
Aschewolkegeschichten. “Glaubst Du das etwa?” fragt der Mann. “Das ist doch bloß eine Übung.”
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15. April 2010 - 10:10 Uhr
Die jährliche Vollzugsmeldung der Frischlingsgeburt auf der Waldau im General-Anzeiger! Der richtige Aufmacher für den Teil “Hardtberg und westliches Bonn”.Früher, vor meiner Alphabetisierung, erfuhr ich meist durch meine Großtante davon. Sie holte meinen Bruder und mich dann mit ihrem kittfarbenen VW-Käfer ab, dann ging es zu Frischlingsbeschau, Spielplatz und Apfelkuchen auf die Waldau. Heute meldet der städtische Forstwirtschaftsmeister Bernd Jänicke: “Gleich fünf Sauen haben gefrischt und insgesamt mehr als 40 Wildschweinbabys zur Welt gebracht.” Weiterlesen »
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